30 March 2026, 18:22

"Noch eins drauf!": Wie Neuköllner Supermarkt-Kund:innen die Berliner Tafel unterstützen

Gruppe von Menschen vor einem Supermarkt mit Einkaufstaschen, Einkaufswagen, Topfpflanze, Regalen, Schildern und Deckenbeleuchtung.

"Noch eins drauf!": Wie Neuköllner Supermarkt-Kund:innen die Berliner Tafel unterstützen

Ein kleines Team aus Ehrenamtlichen steht vor einem Neuköllner Supermarkt und bittet Kundinnen und Kunden, beim Einkauf etwas extra zu spenden. Anne, Uschi und Marianne sammeln Lebensmittel für die Berliner Tafel – im Rahmen der Osteraktion "Noch eins drauf!". Die Initiative ruft dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt wie Kaffee oder Schokolade mitzunehmen und es den Freiwilligen vor dem Bezahlen zu überlassen.

Die Berliner Tafel betreibt eines der größten Nahrungsmittel-Hilfenetze der Stadt. Jeden Monat verteilt sie 660 Tonnen Lebensmittel an Bedürftige. Ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge bringen die Spenden zu 48 Ausgabestellen, die etwa 94.000 Menschen in Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen versorgen.

Die Nachfrage ist seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine stark gestiegen. Die Zahl derer, die auf die Tafeln angewiesen sind, hat sich fast verdoppelt. Bundesweit gibt es mittlerweile 970 Tafeln mit über 2.000 Ausgabestellen – aktuelle Wachstumszahlen liegen jedoch nicht vor.

Anne, 33, arbeitet eigentlich beim KaDeWe, engagiert sich aber jeden Donnerstag ehrenamtlich. Uschi hilft bereits seit 14 Jahren an der Ausgabestelle in der Magdalenenkirche. Beide unterstützen die Osteraktion, die noch bis zum 4. April 2026 läuft. Fünfzehn Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland beteiligen sich, um Spenden zu erleichtern.

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Die Kampagne lebt von kleinen, regelmäßigen Gaben, um den wachsenden Bedarf zu decken. Freiwillige wie Anne und Uschi werden bis zum Ende der Osteraktion vor Supermärkten sammeln. Die zusätzlichen Produkte – ob Schokoriegel oder Kaffee – kommen direkt denen zugute, die sich Grundnahrungsmittel kaum leisten können.

Quelle