24 May 2026, 06:27

Ostdeutsches Wirtschaftsforum sucht Lösungen für schwächelnde Industrie und Reformstau

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut bei Reformen

Ostdeutsches Wirtschaftsforum sucht Lösungen für schwächelnde Industrie und Reformstau

Ostdeutsches Wirtschaftsforum findet vom 31. Mai bis 2. Juni in Bad Saarow statt

In Bad Saarow kommen vom 31. Mai bis zum 2. Juni täglich rund 350 Führungskräfte aus der Wirtschaft zusammen, um über wirtschaftliche Herausforderungen und Reformpläne zu diskutieren. Zu den prominenten Gästen zählen Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie drei Ministerpräsidenten der Länder.

Ziel des Forums ist es, trotz anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten Chancen für die Industrie auszuloten. Hohe Energiekosten, starke Steuerbelastungen und bürokratische Hürden haben das Unternehmervertrauen spürbar gedämpft. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet in diesem Jahr mit keinem industriellen Wachstum – als Gründe werden der Iran-Konflikt und Verzögerungen bei Regierungsreformen genannt.

BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch warnte, die Unternehmen fühlten sich „tief entmutigt, ja sogar frustriert“. Er betonte die Gefahr gescheiterter Reformen, insbesondere vor dem Hintergrund anstehender Wahlen. Der Verband fordert weniger Regulierung, um Innovationen und Investitionen zu fördern.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vernetzung von Rüstungsunternehmen mit Start-ups sowie Maschinenbau- und Automobilherstellern. Der BDI sieht im ostdeutschen Verteidigungssektor großes Potenzial – dank verfügbarer Flächen und einer gut ausgebauten Infrastruktur.

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Das Forum bringt politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger zusammen, um Lösungen für die drängendsten Wirtschaftsprobleme zu erarbeiten. Im Mittelpunkt stehen die Entflechtung bürokratischer Hemmnisse und die Stärkung des Wachstums. Die Ergebnisse könnten in den kommenden Monaten wegweisend für die Politik sein.

Quelle