Osterreisen 2024: Bahn bricht Buchungsrekorde wegen hoher Spritpreise
Osterreisen erleben in diesem Jahr einen deutlichen Wandel: Steigende Spritpreise treiben immer mehr Urlauber in die Züge. Die Deutsche Bahn verzeichnet einen starken Anstieg bei den Buchungen – auf einigen Fernstrecken liegen die Zahlen sogar im zweistelligen Bereich über den Prognosen. Das Unternehmen reagiert nun mit zusätzlichen Verbindungen, um die Nachfrage zu bedienen.
Wie die Bahn am 28. März bekannt gab, werden 50 zusätzliche Züge auf der stark frequentierten Strecke Berlin–München ab diesem Wochenende (29.–30. März) bis zum 24. April eingesetzt. Auch auf den stark nachgefragten Verbindungen Berlin–Köln und Frankfurt–Köln steigen die Reservierungen deutlich. An Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag rechnet die Bahn mit einer Auslastung von nahezu 100 Prozent.
Zusätzliche Verbindungen gibt es zudem in beliebte Ferienregionen wie Sylt, den Schwarzwald und den Bodensee. Allerdings kommt es auf einigen Strecken aufgrund geplanter Bauarbeiten zu Einschränkungen – Ersatzbusse überbrücken die betroffenen Abschnitte.
Der Run auf die Schiene fällt mit einem deutlichen Anstieg der Benzinpreise zusammen, der durch den anhaltenden Iran-Konflikt und die Ölkrise befeuert wird. Eine aktuelle Insa-Umfrage zeigt, dass 36 Prozent der Befragten wegen der Spritkosten ihre Osterreisepläne reduziert haben. Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, begrüßte die hohe Nachfrage als "positives Signal für den Schienenverkehr in der Urlaubszeit".
Mit dem Ausbau des Angebots reagiert die Bahn auf den Trend hin zur Bahnfahrt angesichts explodierender Spritkosten. Durch die zusätzlichen Verbindungen will das Unternehmen den Andrang über die Osterfeiertage bewältigen. Baubedingte Verspätungen könnten jedoch weiterhin einige Reisen beeinträchtigen.






