10 May 2026, 08:15

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: Warken plant Beitragserhöhung für Gutverdiener

Deutsches Auslandsanleihe-Zertifikat von 1924 mit einem Porträt einer Frau, mit gedrucktem Text und numerischer Bezeichnung.

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: Warken plant Beitragserhöhung für Gutverdiener

Deutschlands Pflegeversicherung steckt in einer wachsenden Finanzkrise. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat Pläne angekündigt, die Beiträge zu erhöhen – vor allem für Besserverdiener. Das System schreibt seit Jahren rote Zahlen, die Verluste könnten bald 22 Milliarden Euro übersteigen.

Warken bezeichnete den Zustand der Pflegeversicherung als „katastrophal“ und machte dafür die jahrzehntelange Ausweitung der Leistungen unter Vorgängerregierungen verantwortlich. Statt Leistungen zu kürzen, schloss sie eine Abschaffung der fünf bestehenden Pflegegrade aus, die erst in den letzten Jahren von drei auf fünf erhöht worden waren.

Die Ministerin will die Kosten stärker auf höhere Einkommen umlegen. Bisher gelten Beiträge bis zu einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5.812 Euro. Warkens Reformen zielen darauf ab, diese Abgaben zu erhöhen, um die Finanzierung zu stabilisieren.

Bis Mitte Mai will sie konkrete Vorschläge für Einsparungen und strukturelle Änderungen vorlegen. Das Ziel: weitere Beitragserhöhungen verhindern, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber bereits stark belasten.

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Die Reformen werden voraussichtlich bedeuten, dass Besserverdiener mehr zahlen müssen. Warkens Plan soll ein prognostiziertes Finanzloch von 22 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren schließen. Ohne Änderungen droht dem Pflegesystem eine noch tiefere Krise.

Quelle