27 June 2026, 06:16

Pistorius setzt auf freiwillige Rekrutierung – Wehrpflicht bleibt ausgeschlossen

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf an der Einberufung

Pistorius setzt auf freiwillige Rekrutierung – Wehrpflicht bleibt ausgeschlossen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat seine Unterstützung für die freiwillige Rekrutierung von Soldaten bekräftigt. Gleichzeitig schloss er eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht aus und verwies dabei auf praktische Hindernisse. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Personalengpässe in der Bundeswehr.

Pistorius betonte, dass das Prinzip der Freiwilligkeit auch in absehbarer Zeit die Grundlage für die Truppenrekrutierung bleiben werde. Eine bedarfsgerechte Auswahlmusterung stehe nicht zur Debatte, und eine Wiedereinführung der Wehrpflicht scheitere bereits an fehlendem Ausbildungspersonal und unzureichender Infrastruktur.

Die Ampelkoalition hat vereinbart, korrigierend einzugreifen, falls künftig mehr Stellen als qualifizierte Bewerber zur Verfügung stehen. Ein Runden Tisch wurde eingerichtet, um das Know-how der Automobilhersteller für die Rüstungsindustrie zu nutzen.

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Trotz Rückschlägen bleibt Pistorius auf seine Aufgabe konzentriert. Eine Kandidatur als SPD-Kanzlerkandidat kommt für ihn nicht infrage. Zudem unterstrich er die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit – selbst nach dem Scheitern des FCAS-Programms. Das Fregattenprojekt F126 für die Marine wurde gestoppt, nachdem die Kosten auf über 18 Milliarden Euro explodiert waren.

Die Bundeswehr wird weiter ausgebaut, wobei die Bundesregierung die Fortschritte genau beobachtet. Unmittelbare Änderungen in der Rekrutierungspolitik sind nicht geplant. Sollten sich die Personalengpässe jedoch verschärfen, werden gezielte Maßnahmen ergriffen.

Quelle