30 June 2026, 02:14

Polizei zerschlägt mutmaßlichen Schleuserring für osteuropäische Pflegekräfte in Norddeutschland

Großrazzia gegen Menschenhändler

Polizei zerschlägt mutmaßlichen Schleuserring für osteuropäische Pflegekräfte in Norddeutschland

In Norddeutschland hat die Polizei eine Großrazzia gegen einen mutmaßlichen Schleuserring gestartet. Rund 100 Beamte durchsuchten sechs Objekte in Bremerhaven und im Landkreis Cuxhaven. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die illegale Einschleusung von Arbeitskräften aus Osteuropa.

Ausgangspunkt des Falls war die Ankunft eines belarussischen Staatsbürgers am Flughafen Hannover mit einem polnischen Visum. Die Person beabsichtigte, in Deutschland zu arbeiten, verfügte jedoch nicht über die erforderlichen Genehmigungen. Die Behörden stellten fest, dass sie über eine lokale Vermittlungsagentur als Pflegekraft eingesetzt werden sollte.

Drei deutsche Verdächtige aus dem Landkreis Cuxhaven stehen nun unter Ermittlung, darunter eine 53-jährige Frau, die Inhaberin der Agentur, sowie zwei Männer im Alter von 57 und 30 Jahren. Der Frau wird zudem vorgeworfen, über ihr Unternehmen rund 170 weitere Pflegekräfte vermittelt zu haben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe den Arbeitnehmern möglicherweise den Mindestlohn vorenthalten hat. Zudem besteht der Verdacht, dass Sozialabgaben einbehalten oder veruntreut wurden. Bei den Durchsuchungen sicherten die Beamten Beweismaterial, dessen Auswertung voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird.

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Die Operation läuft noch, weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben. Den Beschuldigten werden Schleusung, Verstöße gegen das Mindestlohngesetz und Betrug vorgeworfen. Die Behörden werten weiterhin die bei den Razzien beschlagnahmten Beweise aus.

Quelle