03 April 2026, 00:23

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Finanzierung steht – doch Baustart verzögert sich bis 2028

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Texten, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene, das einen umfassenden Überblick über das Eisenbahnsystem bietet.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Finanzierung steht – doch Baustart verzögert sich bis 2028

Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln: Finanzierung gesichert, Baubeginn verschoben

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Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat die volle Finanzierung sowie die notwendigen Planungsgenehmigungen erhalten. Das nun auf 836 Millionen Euro veranschlagte Projekt bringt zwar erhebliche Verbesserungen mit sich, bedeutet für Pendler aber auch Jahre der Einschränkungen. Die Bauarbeiten beginnen später als ursprünglich vorgesehen – die ersten größeren Streckensperrungen sind für frühes 2026 geplant.

Ursprünglich sollte der Ausbau bereits 2025 starten, doch Verzögerungen bei der Genehmigung, Lieferkettenprobleme und Bundeszuschüsse in Verzug verschoben den Baubeginn auf 2028. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda deutete kürzlich sogar an, dass die eigentlichen Bauarbeiten erst Ende 2030 beginnen könnten. Dennoch bestätigte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, dass alle erforderlichen Genehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen sollten. Damit kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Verträgen und der Planung von Streckensperrungen fortfahren.

Geplante Maßnahmen im Überblick: Das Projekt umfasst den zweigleisigen Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie einen Umbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach, dessen Gleise von zwei auf vier erweitert werden. Zudem entsteht ein neuer Haltepunkt, Köln-Kalk West, und alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei ausgebaut. Die Gesamtkosten von 836 Millionen Euro teilen sich der Bund (531 Millionen Euro) und das Land Nordrhein-Westfalen (305 Millionen Euro).

Einschränkungen für Pendler ab 2026 Während der Bauphase müssen sich Fahrgäste auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Die erste größere Streckensperre ist direkt nach Ostern 2026 vorgesehen. Der ursprünglich angestrebte Fertigstellungstermin für das zweite Gleis – frühes 2032 – gilt aufgrund von Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten als unsicher. Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.

Fazit: Schnellere Verbindungen – aber erst nach Jahren der Geduldsprobe Der Ausbau der S11 verspricht zwar künftig schnellere und häufigere Verbindungen, doch der Zeitplan bleibt ungewiss. Pendler müssen sich ab 2026 auf Jahre mit Sperrungen und Verspätungen einrichten. Ob das Projekt wie geplant umgesetzt werden kann, hängt davon ab, ob die anhaltenden Herausforderungen bei Finanzierung und Koordination gemeistert werden.

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