20 March 2026, 20:32

Sexpuppen zwischen Tabu, Technologie und gesellschaftlicher Debatte

Drei Frauen-Skulpturpuppen auf einer Holzplanke mit Spielzeughäusern im Hintergrund.

Sexpuppen zwischen Tabu, Technologie und gesellschaftlicher Debatte

Ein taz Queer Talk über die kulturellen und rechtlichen Debatten rund um Sexpuppen

Bei einer Veranstaltung der Reihe taz Queer Talk geht es um die kulturellen und juristischen Kontroversen, die Sexpuppen umgeben. Moderiert wird die Diskussion von taz-Redakteur Jan Feddersen, zu Gast ist Susanne Regener, emeritierte Professorin der Universität Siegen. Ihre Forschung untersucht, wie Medien diese Objekte darstellen und welche sich wandelnde Rolle sie in der Gesellschaft einnehmen.

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Regener forscht seit Langem zu visueller Kultur und marginalisierten Gruppen. Ihre jüngsten Arbeiten umfassen True Crime, die Repräsentation von Frauen, künstliche Intelligenz, Liebe und die symbolische Macht der Hand. Für diesen Abend konzentriert sie sich auf die Geschichte humanoider "Spielzeuge" und zeichnet deren Entwicklung über fast ein Jahrhundert nach.

In Deutschland hat sich der Umgang mit Sexpuppen im Laufe der Zeit verändert. Früher drehten sich die Debatten vor allem um ethische Fragen, heute sind die Regelungen pragmatischer ausgerichtet. Anders als in Frankreich oder Teilen Großbritanniens, wo strenge Verbote oder Importbeschränkungen gelten, verzichtet Deutschland auf ein generelles Verbot. Einige Bundesländer diskutieren Altersbeschränkungen oder den Zusammenhang mit Menschenhandel, doch bundesweite Gesetze gibt es bisher nicht.

Veranstaltet wird der Abend gemeinsam mit Queer Nations e.V., einer Initiative, die LGBTQ+-Perspektiven fördert. Feddersen, der die taz Talks und das taz lab kuratiert, wird das Gespräch darüber leiten, wie diese Objekte vom Tabuthema zum Gegenstand gesellschaftlicher Debatten werden.

Die Diskussion wirft grundsätzliche Fragen auf: Was sagen Sexpuppen über den Zusammenhang von Technologie, Intimität und Regulierung aus? Regeners historische Forschung bietet dabei Kontext, während aktuelle Gesetze die unterschiedlichen nationalen Herangehensweisen zeigen. Die Veranstaltung ist Teil der laufenden taz-Reihe Queer Talk.

Quelle