Siemens plant radikale Umstrukturierung für mehr Effizienz und Integration
Admin UserSiemens plant radikale Umstrukturierung für mehr Effizienz und Integration
Siemens plant eine umfassende interne Umstrukturierung, um seine Geschäftsabläufe im Rahmen einer neuen Strategie zu straffen. Die geplanten Änderungen sehen die Auflösung zweier zentraler Sparten vor und sollen das Unternehmen in Richtung eines stärker integrierten Modells führen. Vor über einem Jahr hatte Vorstandschef Roland Busch erstmals den Ansatz einer "One Tech Company" vorgestellt.
Im Zuge der Neuordnung würde Siemens die Bereiche Digital Industries und Smart Infrastructure auflösen. Statt als eigenständige Einheiten zu agieren, würden ihre Geschäftsfelder – etwa Prozessautomatisierung und Energiemanagement – künftig direkt der Konzernführung unterstellt. Damit soll vor allem Doppelarbeit, insbesondere in der Technologieentwicklung und Plattformverwaltung, abgebaut werden.
Die Umstrukturierung folgt auf die Ausgliederung von Siemens Healthineers und zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den verbleibenden Sparten enger zu gestalten. Zwar seien keine Stellenstreichungen geplant, doch dürften die Änderungen Auswirkungen auf Vertrieb, Einkauf und Entwicklungsprozesse haben. Auch die Positionen von Matthias Rebellius und Cedrik Neike, die derzeit Smart Infrastructure bzw. Digital Industries leiten, könnten neu definiert werden.
Siemens hat die Details des "Handelsblatt"-Berichts über die geplante Restrukturierung bisher nicht bestätigt. Ziel des Konzerns ist es, sich vom breiten Mischkonzern hin zu einer stärker vereinten Technologiegruppe zu entwickeln, um Ineffizienzen zu verringern und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Die angestrebte Reform stellt einen deutlichen Einschnitt in die Unternehmensstruktur von Siemens dar. Durch den Abbau überflüssiger Funktionen und die Bündelung der Aktivitäten will das Unternehmen effizienter arbeiten. Endgültige Entscheidungen über die Umstrukturierung stehen jedoch noch aus.






