10 June 2026, 06:27

Stuttgart 21: Kosten explodieren auf 11 Milliarden – Fertigstellung erst 2031

Stuttgart 21: Grünen-Bahn-Experte Gastel scharf kritisiert Konzept und spricht von einem großen Fehler

Stuttgart 21: Kosten explodieren auf 11 Milliarden – Fertigstellung erst 2031

Stuttgart 21: Neue Kritik an Verzögerungen und explodierenden Kosten

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Das umstrittene unterirdische Bahnprojekt Stuttgart 21, Deutschlands teuerster Eisenbahnknoten, steht erneut in der Kritik – diesmal wegen massiver Verzögerungen und stark gestiegener Kosten. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Matthias Gastel, bezeichnete das Vorhaben als „kolossalen Fehler“ und verwies auf gravierende Mängel in Planung und Konzeption. Ursprünglich mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, dürften die Gesamtkosten nun auf über 11 Milliarden Euro steigen – bei einer Fertigstellung erst 2031, ganze zehn Jahre später als geplant.

Das Projekt sollte Stuttgarts Bahninfrastruktur modernisieren, indem die Gleise unter die Erde verlegt werden. Doch statt wie vorgesehen 2021 wird der neue Hauptbahnhof frühestens 2031 fertiggestellt. Die Deutsche Bahn geht mittlerweile von 11,3 Milliarden Euro aus – mehr als das Doppelte der ursprünglichen Kalkulation.

Gastel, ein langjähriger Gegner des Projekts, kritisiert, dass der neue Bahnhof weder über ausreichende Kapazitäten noch über die nötige betriebliche Flexibilität verfüge. Langfristige Infrastruktur müsse sich an Funktionalität und zukünftigen Anforderungen messen lassen, betont er. Trotz des Vorhabens, Stuttgart zum ersten voll digitalisierten Bahnhof Deutschlands zu machen, erfülle das aktuelle Design diese Ansprüche nicht.

Der Grünen-Politiker fordert zudem zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen, um die Kapazitäten des Knotens wirklich zu erweitern. Ohne solche Anpassungen, warnt er, werde der Bahnhof mit steigenden Fahrgastzahlen und künftigen Anforderungen nicht Schritt halten können.

Die explodierenden Kosten und die immer längere Bauzeit haben die Debatte um Stuttgart 21 weiter angeheizt. Das Projekt bleibt ein Symbol für die kontroverse Diskussion über die Prioritäten der deutschen Bahninfrastruktur. Kritiker wie Gastel pochen weiterhin auf Nachbesserungen, damit der Bahnhof den langfristigen Verkehrsbedürfnissen gerecht wird.

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