09 June 2026, 18:21

Stuttgart 21: Teilinbetriebnahme fällt aus – Fertigstellung erst 2031 möglich

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21: Teilinbetriebnahme fällt aus – Fertigstellung erst 2031 möglich

Stuttgart 21: Neuer Rückschlag für das Problemprojekt – Teilinbetriebnahme 2026 gestrichen, Fertigstellung erst 2031

Das von Pannen geplagte Bahnprojekt Stuttgart 21 hat einen weiteren schweren Rückschlag erlitten: Die geplante Teilinbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs Ende 2026 wurde aufgrund anhaltender Probleme bei der Digitalisierung abgesagt. Auch der Termin für die vollständige Fertigstellung wurde auf Dezember 2031 verschoben – mehr als ein Jahrzehnt später als ursprünglich vorgesehen.

Baubeginn für Stuttgart 21 war 2010, die Inbetriebnahme sollte eigentlich 2019 erfolgen. Doch seit Jahren häufen sich Verzögerungen, die die Kosten auf geschätzte 11,3 Milliarden Euro hochgetrieben haben. Die zusätzlichen Ausgaben trägt die Deutsche Bahn allein.

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Das Projekt umfasst einen neuen unterirdischen Durchgangsbahnhof als Ersatz für den bisherigen Kopfbahnhof, dazu Tunnel, Brücken und einen voll digitalisierten Knotenpunkt mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS). Es ist Teil des größeren Vorhabens Stuttgart–Ulm, dessen Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen–Ulm bereits 2022 in Betrieb ging.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) kritisierte die neuerlichen Verzögerungen scharf. Er forderte von der Deutschen Bahn klare Antworten und verlässliche Daten – weitere Rückschläge wären „eine katastrophale Nachricht“ für die Region und die Fahrgäste. Aus Kreisen der Projektpartner heißt es inzwischen, dass eine vollständige Inbetriebnahme vor Ende 2031 nicht zu erwarten ist.

Mit der Streichung der Teilinbetriebnahme 2026 bleibt Stuttgart 21 nun ohne Zwischenetappen bis zur endgültigen Fertigstellung. Angesichts explodierender Kosten und immer längerer Zeitpläne wird der Vollbetrieb frühestens im Dezember 2031 erwartet. Die Deutsche Bahn bleibt für die Bewältigung der finanziellen und logistischen Herausforderungen verantwortlich.

Quelle