07 May 2026, 16:31

VW plant radikale Produktionskürzung: 500.000 weniger Autos pro Jahr

Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Strasse, umgeben von Grünflächen und Gebäuden unter einem bewölkten Himmel.

VW plant radikale Produktionskürzung: 500.000 weniger Autos pro Jahr

Volkswagen plant massive Kürzungen in der europäischen Produktion und strebt eine Reduzierung um bis zu 500.000 Fahrzeuge pro Jahr an. Der Schritt erfolgt, während Konzernchef Oliver Blume vier deutsche Standorte – Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm – als besonders kostspielig benennt. Doch das eigentliche Problem liegt weniger in den aktuellen Ausgaben als vielmehr in der ungewissen Zukunft dieser Werke.

Blume hat vier Fabriken wegen ihrer hohen Produktionskosten ins Visier genommen: die Standorte Emden, Zwickau und Hannover sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Selbst diese Standorte wirken jedoch kosteneffizient im Vergleich zu Volkswagens Luxusmarke Porsche.

Im Porsche-Werk Zuffenhausen, wo der 911 und der Taycan vom Band rollen, sollen die Kosten pro Fahrzeug bei über 13.000 Euro liegen. Das Leipziger Werk, in dem Modelle wie der Macan gefertigt werden, gibt mehr als 6.500 Euro pro Auto aus. Das Audi-Werk in Neckarsulm kommt auf rund 6.200 Euro pro Fahrzeug. Trotz dieser Zahlen bleibt Porsche von der Kostendebatte weitgehend verschont – nicht zuletzt wegen der individuellen Fertigung seiner Modelle.

Das größere Problem der vier „teuren“ Standorte ist jedoch der Mangel an langfristigen Aufträgen. Interne Prognosen deuten darauf hin, dass sie möglicherweise nur bis in die frühen 2030er-Jahre produzieren werden. Bis 2025 könnten die Kosten in Zwickau zwar unter 4.500 Euro pro Fahrzeug sinken, während sie in Emden bei etwa 5.500 Euro lägen. Ohne neue Modelle bleibt ihre Zukunft aber ungewiss.

Blume schließt Werksschließungen als Lösung aus und bezeichnet sie als „die schlechteste und teuerste Option“. Stattdessen schlägt er Kooperationen mit der Rüstungsindustrie oder chinesischen Automobilherstellern vor, um die Lücken zu füllen. Der Streit um Volkswagens Sparplan dreht sich dabei weniger um die aktuellen Ausgaben als vielmehr um die Sicherung zukünftiger Produktion.

Volkswagens Strategie zielt darauf ab, Kapazitäten abzubauen, ohne Werke zu schließen. Die vier betroffenen Standorte stehen nicht wegen der heutigen Kosten, sondern wegen eines Mangels an künftigen Projekten vor unsicherer Zukunft. Das Unternehmen sucht nun nach alternativen Partnerschaften, um die Werke über die frühen 2030er-Jahre hinaus am Laufen zu halten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle