31 May 2026, 02:15

Warnstreiks am Frauentag: ver.di kämpft für faire Löhne in Sozialberufen

Warnstreik in Kindergärten

Warnstreiks am Frauentag: ver.di kämpft für faire Löhne in Sozialberufen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat zu Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen am Internationalen Frauentag aufgerufen. Betroffen sind Tausende Beschäftigte in der Behindertenhilfe, der Kinderbetreuung und der Jugendhilfe. Ihre Forderungen zielen auf faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen ab, um Personalmangel zu bekämpfen und neue Fachkräfte zu gewinnen.

Rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in niedersächsischen Kitas sind von den Tarifverhandlungen betroffen. Weitere 8.000 Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie etwa 2.100 in der Behindertenbetreuung beteiligen sich an den Protesten. In Bremen nehmen rund 2.200 Erzieherinnen und Erzieher in Kitas sowie 64 Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe teil.

In sieben Städten – darunter Hannover, Bremen, Wolfenbüttel, Wolfsburg, Oldenburg, Osnabrück und Schortens – sind Streiks geplant. Die Gewerkschaft hat bewusst den Internationalen Frauentag gewählt, um auf die fehlende gesellschaftliche Anerkennung von Pflege- und Erziehungsberufen aufmerksam zu machen. Die Beschäftigten kritisieren, dass ihre Gehälter nicht der Bedeutung ihrer Arbeit in Bildung und Sozialwesen gerecht werden.

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Ver.di betont, dass höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen notwendig seien, um qualifiziertes Personal zu halten. Ohne Veränderungen werde es dem Sektor zunehmend schwerfallen, erfahrene Fachkräfte zu gewinnen und zu binden.

Die Streiks werden zu Einschränkungen in Kitas, der Behindertenhilfe und Jugendprogrammen führen. Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. Das Ergebnis der Verhandlungen könnte richtungsweisend für Löhne und Arbeitsbedingungen in sozialen Berufen der gesamten Region werden.

Quelle