19 June 2026, 22:13

Warnstreiks in der Süßwarenindustrie: Arbeiter fordern 5,8 Prozent mehr Lohn

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Warnstreiks in der Süßwarenindustrie: Arbeiter fordern 5,8 Prozent mehr Lohn

Beschäftigte in Deutschlands Süßwarenindustrie beginnen mit Warnstreiks wegen Lohnstreitigkeiten

Arbeiter in der deutschen Süßwarenbranche haben mit Warnstreiks in der Tarifauseinandersetzung begonnen. Mitarbeiter des Snackherstellers Lorenz Snacks in Hankensbüttel legten am Freitag bis 14 Uhr die Arbeit nieder – der erste solche Arbeitskampf in diesem Sektor. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über zwölf Monate.

Am Standort von Lorenz Snacks GmbH & Co KG beteiligten sich fast alle Beschäftigten an dem Ausstand. Bereits am 4. Juni hatten Arbeiter des Gebäckherstellers Bahlsen in Barsinghausen, Langenhagen und Hannover die Arbeit niedergelegt. Die NGG verhandelt derzeit mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI).

Die Arbeitgeber haben ein Lohnmoratorium für sechs Monate vorgeschlagen, gefolgt von Erhöhungen um 1,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,5 Prozent im Jahr 2027. Alexander Nimptsch, NGG-Regionalsekretär, kritisierte das Angebot als realitätsfern angesichts der finanziellen Belastung der Beschäftigten. Tarifverhandlungen in der Branche finden in der Regel auf Landesebene statt, teilweise laufen sie parallel.

Die deutsche Süßwarenindustrie ist mit rund 60.000 Beschäftigten der viertgrößte Lebensmittelzweig des Landes. Die Warnstreiks unterstreichen die wachsenden Spannungen in den Lohnverhandlungen. Die NGG setzt sich weiterhin für höhere Löhne ein, um die finanzielle Not der Arbeiter zu lindern. Die Arbeitgeberseite hat ihr Angebot bisher nicht nachgebessert.

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