18 March 2026, 16:17

Wie E-Auto-Fahrer in Baden-Württemberg mit flexiblen Ladezeiten Geld verdienen und das Stromnetz entlasten

Säulendiagramm, das den Stromertrag aus Wind- und Solarenergie in Deutschland vergleicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie E-Auto-Fahrer in Baden-Württemberg mit flexiblen Ladezeiten Geld verdienen und das Stromnetz entlasten

Pilotprojekt in Baden-Württemberg: Wie E-Auto-Besitzer das Stromnetz entlasten – und dabei Geld verdienen

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In Baden-Württemberg läuft ein Modellversuch, der zeigt, wie Besitzer von Elektrofahrzeugen (E-Autos) das Stromnetz unterstützen und dabei ein Zusatzeinkommen erzielen können. Seit Oktober 2023 nehmen rund 1.200 Privatfahrer an LadeFlexBW teil, einem Programm, das flexible Ladegewohnheiten belohnt. Ziel der Initiative ist es, praxisnahe Daten zu sammeln, wie sich die E-Mobilität in die deutsche Energiewende integrieren lässt – ohne den Alltag der Fahrer zu beeinträchtigen.

LadeFlexBW funktioniert als marktbasiertes, freiwilliges Angebot für E-Auto-Besitzer in der Region. Die Teilnehmer erhalten eine finanzielle Vergütung, wenn sie ihre Ladezeiten anpassen und so zur Stabilisierung der Netznachfrage beitragen. Das Projekt erfordert weder einen Wechsel des Energieanbieters noch eine Tarifänderung, da die Flexibilität unabhängig vom Strombezug gesteuert wird.

Das System ist skalierbar – von einigen hundert bis zu zehntausenden Fahrzeugen – und arbeitet im Rahmen des deutschen Standardlastprofils. Anders als manche intelligente Ladelösungen kommt es ohne Smart Meter aus, was die Umsetzung vereinfacht. Dominique Gross, Geschäftsführer von Intelligent Energy System Services (IE2S), sieht in dem Projekt einen Test für ein Geschäftsmodell, das sowohl Fahrern als auch dem Stromnetz zugutekommt.

Der Netzbetreiber TransnetBW, ein zentraler Partner, betrachtet Reallabore wie LadeFlexBW als entscheidend für den Übergang von kleinen Pilotprojekten zur flächendeckenden Einführung. Oliver Strangfeld, Vorstandsmitglied bei TransnetBW, betont die Notwendigkeit praxistauglicher Lösungen, die Innovation und großflächige Anwendung verbinden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftige Energiepreismodelle, digitale Ladedienste und regulatorische Anpassungen prägen.

Bis März 2026 läuft das Projekt über zwei Jahre – genug Zeit, um zu analysieren, wie kleine Flexibilitäten die Netzbelastung verringern können. Die Ergebnisse könnten die Politik für die Integration von E-Mobilität und Nachfragesteuerung in ganz Europa beeinflussen.

Das LadeFlexBW-Pilotprojekt bietet E-Auto-Besitzern eine Möglichkeit, zur Netzstabilität beizutragen und gleichzeitig belohnt zu werden. Bei Erfolg könnte das Modell flexibler Ladekonzepte in Deutschland und darüber hinaus Schule machen. Die Projektergebnisse werden direkte Auswirkungen auf Energiesysteme, digitale Dienstleistungen und den allgemeinen Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität haben.

Quelle