07 May 2026, 18:17

"Wohngeld Plus": Dreimal mehr Berechtigte – doch viele Senioren lassen Hilfe liegen

Schwarz-weiß-Anzeige in einer Zeitung für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit Text auf weißem Hintergrund.

"Wohngeld Plus": Dreimal mehr Berechtigte – doch viele Senioren lassen Hilfe liegen

Die deutsche Bundesregierung hat das reformierte „Wohngeld Plus“ eingeführt, eine überarbeitete Wohnungsbeihilfe, die Haushalten mit geringem Einkommen unter die Arme greifen soll. Die Änderungen kommen zu einer Zeit, in der steigende Kosten für Energie, Lebensmittel und Mieten besonders einkommensschwache Gruppen stark belasten. Dennoch beantragen viele anspruchsberechtigte Senioren die ihnen zustehende Unterstützung nicht.

Durch die Reform verdreifacht sich die Zahl der Berechtigten. Zudem verdoppelt sich die durchschnittliche monatliche Zahlung pro Haushalt auf 370 Euro. Sowohl Mieter als auch Eigentümer – einschließlich derer, die in Pflege- oder Seniorenheimen leben – können die Leistung beantragen, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen.

Trotz dieser Verbesserungen beziehen mehr als die Hälfte der anspruchsberechtigten Senioren die Beihilfe nicht. Gründe dafür sind oft Unwissenheit, Scham oder Schwierigkeiten bei der digitalen Antragstellung. Um dem entgegenzuwirken, haben lokale Behörden einen Informationsflyer mit dem Titel „Wohngeld für Senioren“ erstellt. Das Faltblatt wird in Gemeinschaftszentren verteilt und weist auf zusätzliche Vergünstigungen hin, wie etwa den Osnabrück-Pass oder die Kultur- und Kunstkarte (KuKUK).

In der Schinkel-Siedlung fand bereits eine Informationsveranstaltung statt; eine weitere ist im Nette-Viertel in Dodesheide-Haste-Sonnenhügel geplant. Das Wohngeldamt bietet Beratung an, oft beginnend mit einer telefonischen Erstauskunft. Weitere Unterstützung leisten Organisationen wie die Erwerbslosen-Selbsthilfe, Caritas und die Diakonie.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Reform kommt zu einer Zeit, in der Inflation und explodierende Lebenshaltungskosten die Haushaltsbudgets stark belasten. Die Behörden hoffen, dass das ausgeweitete Programm die finanzielle Not derer lindert, die keine anderen Sozialleistungen erhalten.

Das aktualisierte Wohngeldsystem erweitert sowohl den Kreis der Berechtigten als auch die Höhe der Zahlungen. Mit lokalen Veranstaltungen und Flyern sollen Senioren über ihre Ansprüche informiert werden. Wer Hilfe bei der Antragstellung benötigt, kann sich an Gemeinschaftsinitiativen oder das Wohngeldamt wenden.

Quelle