12 June 2026, 16:13

Wolfenbüttel stoppt kommunale Grabpflege – Stadtrat entscheidet über umstrittenen Ausstieg

Rückzug vom Friedhof: Stadt Wolfenbüttel bietet keine Grabpflege mehr an

Wolfenbüttel stoppt kommunale Grabpflege – Stadtrat entscheidet über umstrittenen Ausstieg

Wolfenbüttel stellt kommunale Grabpflege ein – Stadtvertretung stimmt nächste Woche ab

Ab dem 1. Juli 2023 plant die Stadt Wolfenbüttel, die kommunale Grabpflege einzustellen. Über den entsprechenden Antrag wird der Stadtrat in der kommenden Woche abstimmen. Laut Stadtverwaltung ist dieser Schritt notwendig, um anhaltende Haushaltslücken zu schließen und den Verwaltungsaufwand zu verringern.

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Die Entscheidung folgt auf jahrelange finanzielle Belastungen. Trotz Gebührenerhöhungen kämpft der Service mit einem strukturellen Finanzierungsdefizit. Zudem bindet die Koordination privater Grabpflegeverträge erhebliche Ressourcen der Kommune.

Künftig sollen auf städtischen Friedhöfen keine neuen Verträge für die Grabpflege mehr vergeben werden. Bestehende Einzel- und Jahresverträge laufen spätestens 2026 aus und werden nicht verlängert. Saisonkräfte werden schrittweise abgebaut, sobald Stellen natürlich frei werden.

Die Stadt betont, dass sie gesetzlich nicht zur Bereitstellung der Grabpflege verpflichtet sei. Durch den Rückzug erhofft man sich einen funktionsfähigeren Markt für private Anbieter. Die Verwaltung versichert, die Umstellung sozialverträglich zu gestalten, um die Auswirkungen auf die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten.

Ziel des Vorhabens ist es, Personalkosten zu senken und Abläufe zu vereinfachen. Wird der Plan beschlossen, endet die kommunale Grabpflege in Wolfenbüttel ab dem 1. Juli 2023. Bestehende Verträge laufen bis 2026 aus, ohne dass es Ersatz gibt.

Quelle