WoW-Gilde nutzt Spielmechaniken aus – Blizzard streicht Raid-Erfolg
Eine europäische Gilde in World of Warcraft hat erneut für Aufsehen gesorgt, indem sie Spielmechaniken ausnutzte, um einen Hochschwierigkeits-Raid zu bestehen. RAoV QA Strikes Back, bekannt für ihre Vergangenheit, Regeln zu ihren Gunsten zu deuten, absolvierte die mythische Version von Aberrus, der Schattenhaard – und das mit nur grüner und blauer Ausrüstung, die deutlich schwächer ist als erforderlich. Blizzard hat ihnen daraufhin den Erfolg aberkannt und sie aus der Ruhmeshalle gestrichen.
Die Gilde, die bereits unter Namen wie RaoV Quality Assurance oder ecnarussAeR ytilauQ VoAR aktiv war, hat in World of Warcraft wiederholt Grenzen ausgetestet. In früheren Vorfällen sicherten sie sich den ersten Welterfolg bei einem Bosskampf, indem sie Spieldaten manipulierten und nicht vorgesehene Fähigkeiten ausnutzten. Blizzard griff bereits damals ein, strich ihnen die Erfolge und sperrte Konten, die mit solchen Ausnutzungen in Verbindung standen.
Diesmal fehlte den Charakteren der Gilde schlicht die nötige Stärke, um einen Boss im mythischen Schwierigkeitsgrad unter normalen Bedingungen zu besiegen. Um ähnliche Tricks zu verhindern, nahm Blizzard kurz vor Veröffentlichung des Raids noch letzte Anpassungen vor und verstärkte die Fähigkeiten der Bosse. Doch selbst diese Maßnahmen hielten die Gilde nicht davon ab, die vorgesehenen Spielmechaniken erneut zu umgehen.
Blizzards Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Der jüngste Erfolg der Gilde wurde für ungültig erklärt, ihr Name aus den offiziellen Aufzeichnungen getilgt. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Regelverstößen derselben Gruppe – und wirft einmal mehr die Frage auf, wie Spieler und Entwickler mit den anhaltenden Schwachstellen in den Spielsystemen umgehen sollen.






