29 June 2026, 12:27

Zementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein – seit 1939 nicht mehr so niedrig

Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau

Zementverbrauch in Deutschland bricht auf historisches Tief ein – seit 1939 nicht mehr so niedrig

Zementverbrauch in Deutschland auf niedrigstem Stand seit vor dem Zweiten Weltkrieg

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Der Zementverbrauch in Deutschland ist auf ein Niveau eingebrochen, wie es seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde. Der drastische Rückgang ist auf hohe Zinsen und steigende Kosten zurückzuführen, die den privaten Wohnungsbau zum Erliegen bringen. Branchenvertreter sprechen von einem schweren Abschwung.

Der Bau von Wohnimmobilien stockt angesichts der finanziellen Belastungen. Hohe Kreditzinsen und explodierende Materialpreise schrecken sowohl Projektentwickler als auch Kaufinteressenten ab. Trotz eines leichten Anstiegs der Baugenehmigungen bleibt die Zahl der Baubeginne auf niedrigem Niveau.

Die Krise beschränkt sich jedoch nicht auf den Wohnungssektor. Auch öffentliche Infrastrukturprojekte kommen nur langsam voran, und Investitionen in Gewerbe- und Büroimmobilien gehen zurück. Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials, bezeichnet die aktuelle Lage als eine „voll entwickelte Rezession“ auf dem Baumaterialmarkt.

Obwohl staatliche Mittel für Infrastrukturprojekte bereitgestellt wurden, hat sich dies bisher nicht in einer Belebung der Bautätigkeit niedergeschlagen. Der Zementverbrauch liegt derzeit etwa 30 Prozent unter den Werten von 2020. Eine Erholung des Bausektors wird erst im Laufe des Jahres erwartet, sobald die bewilligten Gelder fließen.

Die Bauwirtschaft steht vor einer längeren Durststrecke. Die Nachfrage nach Zement verbleibt auf historisch niedrigem Niveau, und ein rascher Aufschwung ist nicht in Sicht. Analysten rechnen erst mit einer allmählichen Besserung, falls öffentliche Ausgaben und sinkende Kosten in den kommenden Monaten die Bautätigkeit wiederbeleben.

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