14-Millionen-Projekt: Carbonbeton soll Bauindustrie nachhaltig revolutionieren
Admin User14-Millionen-Projekt: Carbonbeton soll Bauindustrie nachhaltig revolutionieren
Ein neues Projekt mit einem Volumen von 14 Millionen Euro soll die Bauindustrie revolutionieren, indem es den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert. Die Initiative, die im CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet wurde, zielt darauf ab, karbonbewehrten Beton für die industrielle Nutzung maßgeblich voranzubringen. Forscher und Industriepartner wollen Gebäude leichter, stabiler und vor allem nachhaltiger machen.
Das Vorhaben knüpft an frühere Projekte an, darunter der Carbonbeton-CUBE in Dresden. Frühere Tests zeigten, dass karbonbewehrter Beton bis zu 80 Prozent weniger Ressourcen verbraucht als herkömmliche stahlbewehrte Varianten. Zudem ermöglicht er schlankere, leichtere und langlebigere Konstruktionen.
In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, um die Großserienproduktion zu erproben. Federführend ist die Kahnt & Tietze GmbH, unterstützt von der TU Dresden und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Die Finanzierung übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Das Ziel ist ambitioniert: Carbonbeton soll aus den Laboren in den breiten Baustelleneinsatz überführt werden. Gelingt dies, könnte die Technologie die Emissionen sowohl bei Baumaterialien als auch im Betrieb von Gebäuden drastisch senken.
Das Projekt läuft bis 2029, wobei die Leipziger Anlage als zentraler Teststandort dient. Durch den Ersatz von Stahl durch Kohlenstofffasern will das Team Materialverschwendung verringern und die Lebensdauer von Bauwerken verlängern. Die Ergebnisse könnten die Art und Weise, wie künftige Städte und Infrastrukturen entstehen, grundlegend verändern.






