10 May 2026, 02:14

330.000 Beschäftigte in der Behindertenhilfe streiken für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der vor einer Bergkulisse steht und die Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit." trägt

330.000 Beschäftigte in der Behindertenhilfe streiken für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen

Rund 330.000 Beschäftigte in der Behindertenhilfe aus Niedersachsen und Bremen werden am 12. Mai in den Streik treten. Die Arbeitsniederlegung folgt auf das Scheitern der Tarifverhandlungen im vergangenen Monat. Die Mitarbeiter fordern höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen sowie Lösungen für den Personalmangel in sozialen Einrichtungen und im Bildungsbereich.

Die Streiks finden vor der dritten Verhandlungsrunde statt, die für den 16. und 17. Mai im Kongresshotel Potsdam angesetzt ist. Die Beschäftigten hoffen, dass der Ausstand den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber erhöht, ihren Forderungen nachzukommen.

Am 22. März waren die Verhandlungen gescheitert, nachdem sich Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht auf einen Kompromiss einigen konnten. Die Gewerkschaft ver.di fordert nun eine faire finanzielle Entlohnung sowie Maßnahmen gegen den chronischen Personalmangel in der Branche.

Bei einer Kundgebung in Hannover kritisierte ver.di-Sekretär Michael Patschkowski das jüngste Lohnangebot der Arbeitgeber. Unterdessen überreichten Demonstranten in Oldenburg Bürgermeister Jürgen Krogmann eine Petition mit ihren zentralen Forderungen.

An dem Streik beteiligt sich ein großer Teil der Belegschaft aus dem Sozial- und Bildungsbereich. Da die Gespräche nächste Woche wiederaufgenommen werden, müssen beide Seiten nun eine Einigung finden. Das Ergebnis wird entscheiden, ob es zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommt.

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