Verzögerung beim Abtransport von radioaktivem Müll aus dem stillgelegten Atommüllendlager Asse - Atommüll-Bergung aus Asse verzögert sich – Starttermin ungewiss
Bergung von Atommüll aus dem Endlager Asse verzögert sich weiter
Die Bergung radioaktiver Abfälle aus dem deutschen Atomlager Asse in Niedersachsen steht vor weiteren Verzögerungen. Ursprünglich sollte das Projekt 2033 beginnen, doch ein konkreter Starttermin steht nun aufgrund anhaltender Unsicherheiten nicht mehr fest. Die zuständigen Behörden gehen weiterhin von Kosten in Höhe von etwa 3,5 Milliarden Euro aus, wobei die Finanzierung durch den Bund bereits gesichert ist.
In der Anlage Asse lagern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall, die zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren in 13 unterirdischen Kammern eingelagert wurden. Nach Bundesrecht muss der Standort stillgelegt werden; für die Bergung der Abfälle ist die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) verantwortlich.
2020 hatte die BGE einen Plan vorgelegt, der den Beginn der Rückholung für 2033 vorsah – bei vorläufigen Kosten von über drei Milliarden Euro. Allerdings fehlte es an detaillierter Planung in zentralen Bereichen, und einige Kostenschätzungen wurden seitdem überarbeitet. Die aktuelle Prognose belässt das Budget bei rund 3,5 Milliarden Euro, die vor allem aus Bundesmitteln über die BGE finanziert werden.
Der ursprüngliche Zeitplan ist nun hinfällig. Die BGE kann keinen neuen Starttermin nennen und verweist auf anhaltende Planungsunsicherheiten. Eine Genehmigung der niedersächsischen Landesregierung, die für Dezember 2025 erwartet wird, würde erste Bergungsarbeiten ab 2027 ermöglichen. Bis dahin plant die BGE, im April einen aktualisierten Fortschrittsbericht vorzulegen.
Die Stilllegung des Endlagers Asse bleibt zwar rechtlich verbindlich, doch die Bergung der 126.000 Abfallfässer liegt weiterhin auf Eis. Ohne überarbeiteten Zeitplan setzt die BGE weiterhin auf Bundesmittel, während sie offene Planungsfragen klärt. Der nächste Stand des Projekts soll im April vorgestellt werden.