14 April 2026, 02:19

Berlin schlägt gegen illegales Glücksspiel zu – 120 Automaten beschlagnahmt

Ein Plakat mit fetter schwarzer Schrift, die "Thieves & Burglars Pinkerton's Police" lautet, auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand.

Berlin schlägt gegen illegales Glücksspiel zu – 120 Automaten beschlagnahmt

Berliner Behörden gehen mit Großrazzia gegen illegales Glücksspiel vor – 120 Spielautomaten beschlagnahmt

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Die Berliner Behörden haben eine großangelegte Offensive gegen illegales Glücksspiel gestartet und dabei 120 Spielautomaten beschlagnahmt, die mit der organisierten Kriminalität in Verbindung stehen. Bei der im März durchgeführten Aktion waren Hunderte Beamte im Einsatz, die gezielt die finanziellen Netzwerke hinter den kriminellen Machenschaften ins Visier nahmen. Nun fordern die Verantwortlichen schärfere Bundesgesetze, um die Beweislast auf die Verdächtigen zu verlagern.

Am 18. März durchsuchten rund 400 Einsatzkräfte verschiedener Behörden 74 Objekte in ganz Berlin. Im Fokus stand die Zerschlagung illegaler Glücksspielringe, die als Einnahmequelle für kriminelle Strukturen dienen und häufig der Geldwäsche Vorschub leisten. Die Beamten beschlagnahmten 120 Spielgeräte, deren Umsätze auf etwa 180.000 Euro für die mutmaßlichen Täter geschätzt werden.

Die eingezogenen Gelder unterliegen nun dem Vermögensabschöpfungsverfahren. Seit August 2023 wurden bereits Vermögenswerte in Höhe von rund 330.000 Euro endgültig eingezogen, während in laufenden Verfahren Assets im Wert von über zwei Millionen Euro im Visier der Ermittler sind. Der Gesamtwert der sichergestellten Vermögensgegenstände beläuft sich auf etwa sieben Millionen Euro.

Innensenatorin Iris Spranger betonte, dass die behördenübergreifenden Einsätze fortgesetzt werden, um die finanziellen Grundlagen krimineller Netzwerke zu untergraben. Justizsenator Felor Badenberg ergänzte, dass die gezielte Bekämpfung des Vermögens von Straftätern eine zentrale Strategie im Kampf gegen die organisierte Kriminalität bleibe.

Der Berliner Senat treibt nun eine bundesweite Gesetzesänderung voran, die in bestimmten Fällen die Beweislast umkehren soll. Künftig müssten Verdächtige nachweisen, dass ihr Vermögen legal erworben wurde – andernfalls droht die Beschlagnahmung.

Die Razzia unterstreicht Berlins entschlossenes Vorgehen gegen die finanziellen Strukturen der organisierten Kriminalität. Mit den geplanten Gesetzesverschärfungen soll es Kriminellen erschwert werden, illegal erworbenes Vermögen zu behalten. Die jüngsten Beschlagnahmungen und laufenden Ermittlungen deuten auf weitere Durchsuchungen und Strafverfolgungsmaßnahmen in naher Zukunft hin.

Quelle