Berlins Cannabis-Anbauvereine kämpfen trotz Legalisierung mit strengen Regeln und Schwarzmarkt-Druck
Admin UserBerlins Cannabis-Anbauvereine kämpfen trotz Legalisierung mit strengen Regeln und Schwarzmarkt-Druck
Seit Cannabis in Deutschland am 1. April 2024 legalisiert wurde, verzeichnet Berlin einen stetigen Anstieg an lizenzierten Anbauvereinen. Elf dieser Zusammenschlüsse operieren mittlerweile legal in der Stadt, sieben weitere warten noch auf ihre Genehmigung. Doch trotz der neuen Gesetze sehen sich die Züchter weiterhin mit Herausforderungen durch Konkurrenz und strenge Vorschriften konfrontiert.
Die Legalisierung ermöglicht es gemeinnützigen Vereinen, Cannabis anzubauen und an erwachsene Mitglieder abzugeben. In Berlin haben Gruppen wie die Green Leaf Society diese Möglichkeit genutzt und versorgen nun 200 aktive Mitglieder mit bis zu zehn verschiedenen Sorten. Die Vereine müssen jedoch strenge Auflagen einhalten, darunter ein Werbeverbot sowie die Pflicht, detaillierte Aufzeichnungen über jedes Mitglied zu führen.
Mario Gäde, Vorsitzender des White Lake Weed-Vereins, hat über die Schwierigkeiten gesprochen, die diese Regularien mit sich bringen. Auch Jana Halbreiter, Leiterin der Green Leaf Society, kritisiert die Art und Weise, wie Politiker die Rolle der Vereine im Markt gestalten. Beide Züchter bleiben trotz der Hürden ihrer Arbeit verpflichtet.
Gleichzeitig setzt der Schwarzmarkt und der Online-Handel mit medizinischem Cannabis die legalen Vereine unter Druck. Allein die Einfuhren von medizinischem Cannabis stiegen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 400 Prozent. Die Behörden bereiten nun Verschärfungen bei den Verschreibungsregeln vor, was den Markt weiter prägen könnte.
Berlins lizenzierte Cannabisvereine arbeiten weiterhin unter strenger Aufsicht – und das, obwohl die Nachfrage steigt. Mit weiteren ausstehenden Anträgen und stark ansteigenden Importen sucht der legale Markt noch nach seinem Gleichgewicht. Die kommenden Monate werden voraussichtlich weitere Änderungen bringen, während die Regulierungsbehörden die Vorschriften für Verschreibungen und Anbau anpassen.






