21 April 2026, 00:25

Deutschland startet Privatisierung von Sefe mit Milliarden-Kapitalspritze

Eine Balkendiagramm, das die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben, die den Anteil der Menschen angeben, die in das Land investiert haben.

Deutschland startet Privatisierung von Sefe mit Milliarden-Kapitalspritze

Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter Gazprom Germania, die derzeit unter staatlicher Kontrolle steht. Die Bundesregierung strebt an, durch eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro einzunehmen – ein erster Schritt, um ihren vollständigen Anteil schrittweise zu verringern. Unterdessen passen auch andere europäische Länder ihre Energiestrategien angesichts der anhaltenden Spannungen mit Russland an.

Sefe verwaltet derzeit kritische Energieinfrastrukturen, darunter Gasspeicher, Pipelines und eine in Großbritannien ansässige Handelsabteilung. Das Unternehmen betont, diese Kernbereiche zusammenzuhalten, statt Vermögenswerte für separate Verkäufe aufzuspalten.

Die deutsche Regierung hatte die volle Kontrolle über Sefe übernommen, nachdem Russlands Invasion in der Ukraine die Verbindungen zu Gazprom abgebrochen hatte. Nach den Regeln der Europäischen Kommission muss Berlin seinen Anteil bis Ende 2028 um mindestens 75 Prozent reduzieren. Die geplante Kapitalerhöhung leitet diesen Prozess ein; weitere Verringerungen könnten durch Aktienverkäufe oder einen Börsengang erfolgen.

Parallel prüft Deutschland eine mögliche Fusion zwischen Sefe und Uniper, einem weiteren großen Gasimporteur. Steigende Gaspreise und geopolitischer Druck haben die Notwendigkeit von Umstrukturierungen beschleunigt.

Auch jenseits Deutschlands erwägt Moldau die Verstaatlichung ihres Gasversorgers Moldovagaz nach einem Streit mit Gazprom. In Serbien hat die US-Regierung eine letzte einmonatige Ausnahme von den Sanktionen für die Naftna Industrija Srbije (NIS) gewährt, die mehrheitlich russischen Eigentümern gehört.

Die Privatisierung von Sefe wird die deutsche Energielandschaft neu gestalten, während sich der Staat schrittweise aus der direkten Kontrolle zurückzieht. Die Kapitalerhöhung und eine mögliche Fusion mit Uniper spiegeln die Bemühungen wider, stabile Gaslieferungen zu sichern. Gleichzeitig kämpfen Moldau und Serbien mit ihren eigenen Energieherausforderungen inmitten sich wandelnder geopolitischer Rahmenbedingungen.

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