Gemeinsame Großleitstelle für Göttingen und Northeim soll Notfallhilfe revolutionieren
Admin UserGemeinsame Großleitstelle für Göttingen und Northeim soll Notfallhilfe revolutionieren
Landkreis Göttingen, die Stadt Göttingen und der Landkreis Northeim planen gemeinsame Leitstelle für Notfälle
Die drei Kommunen wollen mit einer neuen Einrichtung die regionale Infrastruktur stärken und die Notfallbewältigung effizienter gestalten. Die Pläne wurden am 11. Februar 2026 bei einer Veranstaltung lokalen Führungskräften und Rettungsdiensten vorgestellt.
Das Vorhaben nahm 2023 seinen Anfang, als die beiden Landkreise und die Stadt nach Wegen suchten, ihre Leitstellen zu optimieren. Eine externe Fachanalyse kam zu dem Schluss, dass größere, integrierte Strukturen Vorteile bieten – etwa bessere Personaldecke, technische Ausstattung und klarere Abläufe in der Notfallkoordination.
Die geplante Großleitstelle Südniedersachsen soll die Regionale Leitstelle der Stadt Göttingen mit der Rettungsleitstelle Northeim zusammenführen. Bevor die vollständige Integration erfolgt, ermöglicht eine Übergangsvereinbarung einen schrittweisen Prozess. Diese Phase soll etwa 18 Monate dauern, um rechtliche, technische und organisatorische Fragen zu klären.
Langfristig ist vorgesehen, die Leitstelle als Anstalt des öffentlichen Rechts zu betreiben. Allerdings müssen die Kreistage von Göttingen und Northeim sowie der Göttinger Stadtrat dem Vorhaben noch zustimmen.
Bei einer Genehmigung würde die neue Leitstelle die Notfallsteuerung in der Region zentralisieren. Ziel der Initiative ist ein leistungsfähigeres und zukunftsfähiges System für die Bewältigung von Notlagen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den kommunalen Gremien.
Niedersachsens Notdienste vereinen sich: Ein regionaler Trend
Eine ähnliche regionale Konsolidierungsbemühung in Niedersachsen ist bereits in der Umsetzung. Im Oktober 2024 einigten sich Lüneburg und umliegende Landkreise auf die Einrichtung einer integrierten Leitstelle. Bis November 2025 wurde Rotenburg/Wümme als neuer operativer Standort ausgewählt. Dies zeigt, dass die Initiative Göttingen-Northeim Teil einer breiteren Modernisierungswelle im Bundesland ist.