Gorleben bleibt Atomendlager – doch die Kritik wächst
Atomanlagen-Gorleben: Endlager für weitere 20 Jahre in Betrieb
Das deutsche Atomendlager Gorleben wird voraussichtlich noch 20 Jahre länger betrieben. Die Entscheidung verlängert die aktuelle Genehmigung, die nach vier Jahrzehnten Nutzung im Jahr 2034 auslaufen sollte. Umweltverbände haben bereits scharfe Kritik an den Plänen geäußert.
Im Lager Gorleben sind derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall untergebracht, darunter abgebrannte Brennelemente und Rückstände aus der Wiederaufarbeitung. Die Behälter trafen zwischen 1995 und 2011 ein – jede Lieferung löste damals massive Proteste aus.
Die Anlage, die zwischen 1982 und 1983 errichtet wurde, verfügt über dünnere Wände und Decken als neuere Zwischenlager. Seit 2024 baut der Betreiber BGZ eine zehn Meter hohe Schutzbarriere aus Stahlbeton, um die Sicherheit zu erhöhen. BGZ betont, dass der Weiterbetrieb sicher sei, und verweist auf die alle zehn Jahre vorgeschriebenen Sicherheitsüberprüfungen.
Die Genehmigung des Antrags obliegt dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Parallel läuft die Suche nach einem dauerhaften Endlager weiter – das gesetzlich vorgesehene Ziel, bis 2031 einen Standort zu finden, wird voraussichtlich verfehlt.
Mit der Verlängerung bleibt Gorleben mindestens bis 2054 in Betrieb und dient als zentraler Standort, während Deutschland nach einer langfristigen Lösung sucht. Die endgültige Zustimmung hängt von laufenden Sicherheitsbewertungen und behördlicher Aufsicht ab.
