05 May 2026, 21:27

"Grüne Ufer" feiert magische Theaterpremiere in Jekaterinburg mit zeitloser Fantasy

Ein gerahmtes Illustration auf einem alten Buchumschlag mit der Aufschrift "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem langen Kleid, die Blumen hält, vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer" feiert magische Theaterpremiere in Jekaterinburg mit zeitloser Fantasy

Neue Bühnenfassung von Grüne Ufer: Gennadi Alexejews gefeierter Fantasy-Roman in Jekaterinburg uraufgeführt

In Jekaterinburg hat eine neue Theateradaption von Grüne Ufer, dem preisgekrönten Fantasy-Roman von Gennadi Alexejew, Premiere gefeiert. Das Stück verwebt das Leben eines sowjetischen Dichters der 1980er-Jahre mit dem Schicksal einer vorrevolutionären Romanzen-Sängerin – beide verbunden durch eine ungewöhnliche, zeitübergreifende Verbindung. Regisseurin Lilia Bornaschewa beschrieb die Inszenierung als eine beklemmende Erkundung paralleler Existenzformen.

Die Handlung lässt sich von der realen Figur der Anastasia Wjalzewa inspirieren, einer gefeierten russischen Sängerin des frühen 20. Jahrhunderts. Als „Grammophon-Königin“ bekannt, prägten Wjalzewas Stimme und ihr tragisches Schicksal Alexejews literarisches Werk. Bornaschewa bestätigte, dass der emotionale Kern des Romans auf Wjalzewas Erbe zurückgeht.

Aufgeführt wurde das Stück im Tvary, einem privaten Theater in Jekaterinburg, mit Oleg Dulenkin und Jelena Iwanowa in den Hauptrollen. Iwanowa übernahm die Herausforderung, neun unterschiedliche Charaktere darzustellen und wechselte zwischen den Identitäten, während die Erzählung sich über Jahrzehnte erstreckte. Trotz seines fantasievollen Ausmaßes bleibt die Inszenierung dem melancholischen Grundton des Romans treu – mit einem Ende ohne Auflösung oder Glück.

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Grüne Ufer gilt seit langem als eines der ambitioniertesten Werke der russischen Fantasy-Literatur. Die Bühnenadaption bringt Alexejews Vision zum Leben und verbindet Geschichte, Romantik und metaphysische Themen. Die Aufführung in Jekaterinburg markiert das erste Mal, dass das komplexe Werk live für ein Publikum erlebbar wird.

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