14 March 2026, 06:39

Günther Jauch kauft Loriots historisches Anwesen am Starnberger See

Ein Schwarz-Weiß-Entwurf eines Hauses, das als die Villa in Dresden, Deutschland, identifiziert wird, mit Text, der das Layout, die Anzahl der Räume und die Raumgrößen beschreibt.

Günther Jauch kauft Loriots historisches Anwesen am Starnberger See

Günther Jauch hat das ehemalige Anwesen von Vicco von Bülow am Starnberger See erworben. Das Anwesen, das einst dem beliebten deutschen Komiker Loriot gehörte, besitzt kulturelle Bedeutung. Jauchs Kauf folgt seiner langjährigen Bewunderung für Loriots scharfen Humor und sein kreatives Erbe.

Vicco von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, wurde als Bernhard Viktor Christoph Karl von Bülow in eine mecklenburgische Adelsfamilie hineingeboren. Der Pirol – ein goldener Vogel – im Wappen seiner Familie inspirierte seinen berühmten Spitznamen. Bevor er zu einer bekannten Persönlichkeit wurde, veröffentlichte er in den 1950er-Jahren witzige Bücher wie "Der gute Ton – Eine Gebrauchsanweisung für Feinbemerkte" und "Reinhold das Nashorn – Zwei Experten verraten 20 erprobte Liebestrick".

Loriots Filmkarriere umfasste zwei bekannte Komödien: "Ödipussi" (1988) und "Pappa ante Portas" (1991), beide mit Evelyn Hamann in einer Hauptrolle. Obwohl viele seiner Sketche und Filme in Bayern spielten, führten einige Szenen die Fans auch über die Region hinaus. So war etwa die Seebrücke in Ahlbeck auf Usedom in "Pappa ante Portas" während der Geburtstagsfeier von Renate Lohses Mutter zu sehen. Der Speisesaal der Familie Lohse aus demselben Film ist bis heute unverkennbar – auch wenn Dieter Lohse auf dem ursprünglichen Standbild fehlt.

Einer seiner berühmtesten Sketche, "Die Nibelungen" (1976) – besser bekannt als "Wohnzimmer-Verwüstung" –, zeigte ein Wohnzimmer, in dem ein kleiner Unfall in ein totales Chaos mündet. Trotz seines umfangreichen Werks wurden nur wenige von Loriots Produktionen tatsächlich in seinem Haus am Starnberger See gedreht. Bestätigte Drehorte für "Ödipussi" oder "Pappa ante Portas" außerhalb Deutschlands gibt es nicht.

Jauchs Erwerb des Anwesens passt zu seiner bisherigen Praxis, kulturelle Denkmäler zu bewahren. So hatte er zuvor die Restaurierung des Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam unterstützt. Seine Verbindung zu Loriots Erbe deutet darauf hin, dass er das künstlerische Vermächtnis des Komikers erhalten möchte.

Das Haus am Starnberger See gehört nun Jauch, der Erfahrung in der Verwaltung historischer und kultureller Stätten hat. Zwar wurden Loriots Filme und Sketche weithin gefeiert, doch das Anwesen selbst war vermutlich kein zentraler Drehort. Mit dem Kauf bleibt ein Teil des Erbes des Komikers für kommende Generationen erhalten.

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