Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Admin UserImmer weniger Minijobber schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Weniger Minijobber steigen in reguläre Beschäftigung um
Immer weniger Beschäftigte in geringfügigen Nebenjobs, den sogenannten Minijobs, wechseln in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Während 2017 noch über 100.000 diesen Schritt schafften, ging die Zahl bis 2022 deutlich zurück. Politiker und Behörden diskutieren nun über die Gründe für diesen Rückgang.
2017 stiegen 102.084 Minijobber in Jobs mit Sozialabgaben auf – das entsprach 27,1 Prozent der Bezieher von aufstockenden Sozialleistungen. Die Zahlen deuteten damals auf einen positiven Trend hin zu stabiler Beschäftigung hin.
Doch bis September 2022 hatten nur noch 50.831 diesen Übergang geschafft. Die Bundesagentur für Arbeit rechnete für das gesamte Jahr mit etwa 67.775 Fällen – weniger als die Hälfte der Zahl von 2017. Als Grund für den Rückgang nannte die Behörde die schwache Arbeitsmarktlage.
Die politischen Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Hülya Düber, CSU-Abgeordnete im Bundestag, kritisierte fehlende Anreize im System. Jan Feser von der AfD warf der Agentur hingegen vor, die Arbeitslosigkeit nicht wirksam zu bekämpfen.
Der Rückgang der Übergänge von Minijobs in reguläre Arbeit gibt Anlass zur Sorge. Während Behörden auf die wirtschaftliche Lage verweisen, diskutieren Politiker über politische Versäumnisse. Die Entwicklung zeigt die anhaltenden Herausforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt auf.






