17 June 2026, 18:45

Italo kommt 2028 nach Deutschland – doch der Wettbewerb braucht klare Regeln

Pro Bahn fordert Schutzvorkehrungen für den Einstieg von Italo ins deutsche Fernverkehrsgeschäft

Italo kommt 2028 nach Deutschland – doch der Wettbewerb braucht klare Regeln

Italienischer Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo steigt 2028 in den deutschen Markt ein

Der italienische Hochgeschwindigkeitszuganbieter Italo wird voraussichtlich 2028 den deutschen Markt betreten. Das Unternehmen plant, wichtige Strecken zu bedienen, darunter Berlin–München, München–Hamburg sowie Köln–Frankfurt–München.

Die Fahrgastorganisation Pro Bahn begrüßt die geplante Expansion von Italo nach Deutschland. Sie sieht darin eine Chance, den Schienenverkehr im Land zu verbessern – allerdings nur, wenn die richtigen regulatorischen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Pro Bahn fordert rechtlich verbindliche Schutzmaßnahmen für den Regionalverkehr. Zudem verlangt die Organisation faire Wettbewerbsregeln, um zu verhindern, dass ländliche Regionen und lokale Zugverbindungen benachteiligt werden. Die Interessensvertretung besteht darauf, dass der Zugang zu den Gleisen bestehende Regionalverbindungen nicht gefährden darf.

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Um dies zu gewährleisten, setzt sich Pro Bahn für eine unabhängige nationale Behörde ein. Diese sollte den Fernverkehr steuern, Strecken kontingentieren und für ein ausgewogenes Angebot sorgen. Darüber hinaus plädiert die Organisation für ein einheitliches Tarifsystem bei allen Anbietern. Zudem fordert sie ein anbieterübergreifendes Pendant zur BahnCard 100, um Vielfahrern die Reise zu erleichtern.

Pro Bahn warnt davor, sich allein auf Marktkräfte zu verlassen. Ohne Regulierung befürchtet die Organisation ungleiche Wettbewerbsbedingungen, die Regional- und Nahverkehrsangebote schwächen könnten.

Der Markteintritt von Italo im Jahr 2028 könnte Reisenden auf stark frequentierten Strecken mehr Wahlmöglichkeiten bieten. Die Vorschläge von Pro Bahn zielen darauf ab, fairen Wettbewerb zu sichern und bestehende Verbindungen zu schützen. Die Debatte über Regulierung und Marktzugang wird die Zukunft des deutschen Schienennetzes prägen.

Quelle