Jörg Wagner verlässt RBB nach Zwangspensionierung – sein neuer Podcast startet sofort

Admin User
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Eine Tagungsstätte mit Sitzplätzen und einer Bühne, auf der eine Diskussion zwischen Medienvertretern und Eigentümern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Jörg Wagner verlässt RBB nach Zwangspensionierung – sein neuer Podcast startet sofort

Langjähriger Medienmagazin-Moderator Jörg Wagner verlässt RBB nach Zwangspensionierung

Der langjährige Moderator des Medienmagazins, Jörg Wagner, hat den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) nach einer erzwungenen Frühpensionierung verlassen. Sein Abschied fällt in eine Phase, in der der Sender Kosten spart und sein Programm umstrukturiert. Wagners letzte Sendung stand unter einem auffälligen Motto – Werbung für "vorzeitige Beerdigungen" –, während sein neuer Podcast Medienhölle genau an dem Tag startet, an dem seine alte Sendung zum ersten Mal nicht mehr ausgestrahlt wird.

Wagners Abgang vom RBB erfolgte nicht freiwillig. Der Sender begründete die Entscheidung mit seinem Alter – Teil einer größeren Sparmaßnahme, die auch andere erfahrene Mitarbeiter wie Uli Zelle betraf, die ebenfalls als "zu alt" entlassen wurden. Selbst bei seiner Abschiedssendung blieb die RBB-Führung fern; nur Kommunikationschef Justus Demmer war anwesend.

Die Veränderungen beschränken sich nicht auf Personalentscheidungen. Das Medienmagazin wird künftig seltener gesendet und wechselt in ein vorproduziertes Format. Diese Anpassung kommt der neuen Moderatorin Teresa Sickert entgegen, die sich einen "familienfreundlicheren" Sendetermin gewünscht hatte. Währenddessen feiert Wagners Podcast, den er gemeinsam mit Philipp Nitzsche moderiert und der von Lukas Hermsmeier produziert wird, am kommenden Samstag, dem 4. Januar 2026, Premiere.

Auch die redaktionelle Kontrolle beim RBB wurde verschärft. Unter der Leitung von Ulrike Demmer muss Wagners ehemaliger, an die Sendung angebundener Podcast nun genehmigt werden. Dies folgt auf frühere Kontroversen, etwa im Fall des Grünen-Politikers Stefan Gelbhaar, bei dem die Chefredaktion keine inhaltliche Verantwortung für die redaktionelle Prüfung trug.

Wagners neuer Podcast erscheint zu einer Zeit, in der der RBB seine Medienberichterstattung zurückfährt und strengere Kontrollen einführt. Die Sparmaßnahmen und Programmänderungen des Senders markieren einen deutlichen Bruch mit der Vergangenheit. Sein Abschied und der Start von Medienhölle leiten eine neue Ära ein – sowohl für ihn als auch für das RBB-Programm.