11 March 2026, 12:17

Porsche erleidet 91-Prozent-Gewinneinbruch trotz starker Verbrenner-Nachfrage

Ein schwarzer Porsche 911 Carrera 4S fährt auf einer Straße neben einem Gewässer, mit Leuchtmasten auf beiden Seiten, Booten, Gebäuden, Bäumen, einem Hügel und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Porsche erleidet 91-Prozent-Gewinneinbruch trotz starker Verbrenner-Nachfrage

Porsche verzeichnet für das Jahr 2025 einen drastischen Gewinnrückgang: Der Nettogewinn brach um 91,4 Prozent ein und lag bei nur noch 310 Millionen Euro. Der Einbruch fällt in eine Phase, in der das Unternehmen massiv in die Verlängerung der Produktion seiner Verbrenner-Sportwagen investiert – trotz eines schwierigen Marktumfelds.

In den vergangenen fünf Jahren hat Porsche seine führende Position im Segment der Sportwagen mit Verbrennungsmotor behauptet. Daten des Marktforschungsunternehmens JATO Dynamics zeigen, dass der globale Marktanteil des Herstellers stabil bei 40 bis 45 Prozent liegt – deutlich vor Konkurrenten wie Ferrari (25 bis 30 Prozent) und Lamborghini (10 bis 15 Prozent). Allein das Kultmodell 911 verkaufte sich jährlich rund 40.000 Mal, während Ferrari auf etwa 8.000 und Lamborghini auf 5.000 Einheiten kam. Dennoch hat die Entscheidung, die Produktion von Verbrennern zu verlängern, ihren Preis: Milliardeninvestitionen in die Aufrechterhaltung traditioneller Motorenbaureihen ließen die Gewinne 2025 nahezu verschwinden.

Treiber dieser Strategie war die anhaltend starke Nachfrage von Käufern, die weiterhin auf benzinbetriebene Sportwagen setzen. Äußere Faktoren wie nachlassende Absatzzahlen in China und höhere US-Zölle verschärften jedoch die finanzielle Belastung.

Für 2026 rechnet Porsche mit einem weiteren Umsatzrückgang. Dennoch zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, was die Erholung angeht: Für das kommende Jahr wird eine Rendite von über fünf Prozent prognostiziert.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen den Spagat, vor dem Porsche steht – zwischen der Bedienung der Nachfrage nach klassischen Sportwagen und der Bewältigung steigender Kosten. Nach dem fast vollständigen Gewinnverlust 2025 wird die Strategie nun darauf abzielen, die Erträge zu stabilisieren und sich gleichzeitig an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.

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