07 April 2026, 06:17

Rechtsstreit um Christian Ulmen: Medien und Justiz im Zwielicht

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", das Wort "Diskussion" leicht zerknittert.

Rechtsstreit um Christian Ulmen: Medien und Justiz im Zwielicht

Ein Rechtsstreit hat sich an der Medienberichterstattung über Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen entzündet. Der Anwalt Christian Schertz bereitet rechtliche Schritte gegen Der Spiegel vor und hat die Talkshow von Caren Miosga wegen Befangenheit in der Behandlung des Falls kritisiert. Der Streit entstand, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes öffentliche Anschuldigungen gegen ihren Ex-Mann erhoben hatte.

Auslöser der Kontroverse waren Fernandes' Vorwürfe gegen Ulmen wegen mutmaßlich strafbaren Verhaltens. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat daraufhin Ermittlungen eingeleitet, und ein formelles Verfahren gegen ihn läuft mittlerweile.

Die von NDR und ARD produzierte Sendung Caren Miosga plant eine Ausgabe mit Fernandes sowie Bundesjustizministerin Stefanie Hubig. Ulmen selbst wird jedoch nicht zu Wort kommen. Schertz, der Ulmen vertritt, argumentiert, dass die einseitige Plattform für Fernandes die rechtliche Fairness untergräbt. Zudem behauptet er, er habe eine Teilnahme an der Sendung angeboten, sei aber abgelehnt worden.

Das Redaktionsteam wies die Befangenheitsvorwürfe zurück. Man behandle ein Thema von öffentlichem Interesse und habe sich an die Standards verantwortungsvoller Berichterstattung gehalten, hieß es. Gleichzeitig betonte das Team, man werde Ulmens Unschuldsvermutung in der gesamten Berichterstattung wahren.

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Schertz kündigte nun an, auch gegen Der Spiegel wegen dessen Berichterstattung zum Fall rechtlich vorzugehen. Die juristischen Schritte fallen in eine Zeit, in der die Rolle der Medien in prominenten Konflikten erneut kritisch hinterfragt wird. Unterdessen laufen die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Ulmen weiter.

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