20 April 2026, 14:25

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und dominiert NRW-Medienmarkt

Titelseite der deutschen Zeitung "Weitpreubliche Zeitung" vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und dominiert NRW-Medienmarkt

In der deutschen Zeitungsbranche schreitet die Konsolidierung weiter voran, da große Verlage ihre Reichweite ausbauen. Anfang März gab die Rheinische Post Pläne bekannt, die westfälischen Zeitungen samt ihrer Digitalplattformen zu übernehmen. Dieser Schritt folgt einem ähnlichen Deal im Februar, als der DuMont-Konzern die Kölnische Rundschau von Heinen Verlag übernahm.

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Durch die Übernahme wird die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen. Sobald der Deal abgeschlossen ist, werden mehrere regionale Titel unter ihrem Dach vereint sein.

Die Wettbewerbsbehörde des Bundeskartellamts wird prüfen, welche Auswirkungen die Fusion auf Leserschaft und Werbemärkte hat. Allerdings können Aspekte wie journalistische Vielfalt dabei keine Rolle spielen – die Prüfung beschränkt sich auf wettbewerbsrechtliche Kriterien, nicht auf redaktionelle Unabhängigkeit oder Medienpluralismus.

Diese Übernahme spiegelt einen branchenweiten Trend wider: Immer mehr kleinere, unabhängige Verlage werden von großen Medienkonzernen übernommen. Die Expansion der Rheinischen Post wird die Medienlandschaft in Nordrhein-Westfalen nachhaltig verändern. Mit weniger unabhängigen Verlagen bewegt sich der Markt hin zu einer stärkeren Konzentration. Die Entscheidung des Kartellamts wird sich allein an wirtschaftlichen Faktoren orientieren – nicht an möglichen Folgen für die Vielfalt der Berichterstattung.

Quelle