03 May 2026, 00:22

Schnitzer warnt vor Flugsubventionen und drohenden Lohn-Preis-Spiralen in der Krise

Plakat, das London, Chatham und Dover Railway's Sommer- und Winterresorts bewirbt, mit Abbildungen von Gebäuden, Bäumen, Blumen, einer Karte und beschreibendem Text.

Schnitzer warnt vor Flugsubventionen und drohenden Lohn-Preis-Spiralen in der Krise

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat sich gegen staatlich subventionierte Flugpreisermäßigungen in den Sommerferien ausgesprochen. Die kürzlich beschlossene Spritpreisbremse bezeichnete sie als einen „großen und sozial ungerechten Fehler“ und warnte zugleich vor weiteren wirtschaftlichen Risiken durch steigende Kerosinkosten.

Schnitzer kritisierte Pläne zur Wiedereinführung von Flugsubventionen, während Kerosin knapper und teurer wird. Höhere Preise senden ihrer Meinung nach ein notwendiges Signal über begrenzte Ressourcen, und sie forderte Verbraucher auf, ihr Reiseverhalten anzupassen. Statt finanzieller Hilfen schlug sie Maßnahmen wie ein generelles Tempolimit oder autofreie Sonntage vor, um die Nachfrage zu drosseln.

Zudem warnte sie, dass explodierende Energiekosten Arbeitnehmer in anstehenden Tarifverhandlungen zu höheren Lohnforderungen veranlassen könnten. Dies könnte die Europäische Zentralbank (EZB) zwingen, die Zinsen anzuheben. Sollte sich die Kerosinknappheit verschärfen, würde der Flugverkehr ohnehin zurückgehen – mit Folgen für die Urlaubsplanung vieler Menschen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Über den Reisebereich hinaus wies Schnitzer auf die Gefahren einer möglichen Blockade der Straße von Hormus hin. Eine solche Unterbrechung würde Transport- und Lebensmittelpreise in die Höhe treiben und die Wirtschaft zusätzlich belasten. Entschieden lehnte sie es ab, Sommerreisen durch neue Schulden zu finanzieren: „Wir können Sommerurlaube nicht auf Kosten unserer Kinder subventionieren, indem wir sie mit weiteren Schulden belasten.“

Schnitzers Haltung spiegelt Sorgen um wirtschaftliche Stabilität und gerechte Politik wider. Sie besteht darauf, dass steigende Preise die tatsächliche Knappheit widerspiegeln müssen – statt durch Subventionen abgefedert zu werden. Ihre Warnungen erstrecken sich auf Lohn-Preis-Spiralen, die Reaktion der Zentralbank und die weitreichenden Folgen von Energiemangel für den Alltag.

Quelle