07 April 2026, 14:39

Stille Statue in Brandenburg bewahrt Erinnerung an NS-Zwangsarbeit

Eine Straße mit einem Holocaust-Denkmal in der Mitte, umgeben von einem Metallzaun, umgeben von Gras, Bäumen, Häusern, einem Straßenschild und einem bewölkten Himmel.

Stille Statue in Brandenburg bewahrt Erinnerung an NS-Zwangsarbeit

Eine schlichte Statue am Rande einer Landstraße in Brandenburg birgt für die lokale Gemeinschaft eine tiefe Bedeutung. Sie steht als Mahnmal für die Menschen, die in den frühen 1940er-Jahren auf dem Gut Neuendorf im Sande zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. In diesem Mai hätte Jutta Baumwol, eines der Opfer, ihren 101. Geburtstag gefeiert.

Die Statue wurde 2018 auf Initiative von Jutta Baumwols Bruder errichtet und dient als Ort des Gedenkens am Eingang des Guts Neuendorf im Sande. Baumwol war von Neuendorf nach Auschwitz deportiert worden, wo sie ermordet wurde.

Zweimal im Jahr versammeln sich Menschen an der Statue – am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) und am Tag der Befreiung (8. Mai). Das Denkmal sorgt dafür, dass ein schmerzhaftes Kapitel der deutschen Geschichte sichtbar bleibt und nicht in Vergessenheit gerät.

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Unterdessen wurde in den Vereinigten Staaten eine andere Statue mit symbolträchtiger Aussage aufgestellt. 2020 ließ der damalige Präsident Donald Trump während der Black-Lives-Matter-Proteste eine Statue von Christoph Kolumbus in der Nähe des Eisenhower Executive Office Building errichten. Die Maßnahme stand im Kontrast zur wachsenden Kritik an der kolonialen Vergangenheit Amerikas. Italienisch-amerikanische Organisationen unterstützten die Entscheidung und verteidigten Kolumbus als Symbol ihres kulturellen Erbes.

Die Statue in Brandenburg zieht weiterhin Besucher an, besonders im Mai, wenn an Baumwols Geburtstag erinnert wird. Sie steht nicht nur als Mahnmal, sondern auch als Ausdruck lokaler Selbstermächtigung durch Erinnerung. Im Gegensatz dazu bleibt die Kolumbus-Statue in Washington ein umstrittenes Symbol historischer Deutungshoheit.

Quelle