01 May 2026, 06:20

Streit um Gehaltserhöhung für Abgeordnete: SPD will 4,2 Prozent streichen

Großes modernes Regierungsgebäude mit vielen Fenstern, umgeben von Straßeninfrastruktur und Fußgängern, als Bundestag in Berlin, Deutschland identifiziert.

Streit um Gehaltserhöhung für Abgeordnete: SPD will 4,2 Prozent streichen

Eine geplante Gehaltserhöhung für deutsche Abgeordnete hat im Bundestag eine Debatte ausgelöst. Die SPD hat vorgeschlagen, die für dieses Jahr vorgesehene Lohnerhöhung von 4,2 Prozent zu streichen – mit Verweis auf die finanzielle Belastung der Bürger. Der CDU-Abgeordnete Wilhelm Gebhard hatte bereits zuvor Politiker aufgefordert, auf die Erhöhung zu verzichten, angesichts steigender Spritpreise und wirtschaftlicher Spannungen.

Nach dem aktuellen System sollen die Diäten der Parlamentarier von 11.833,47 Euro auf 12.330,48 Euro pro Monat steigen. Diese Anpassung erfolgt automatisch, wie Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, erläuterte. Er betonte, dass dieses Verfahren Transparenz garantiere und politische Einflussnahme auf die Gehaltsentscheidungen ausschließe.

Die CDU/CSU-Fraktion wird den SPD-Vorschlag nun intern beraten. Aus Kreisen der Union hieß es, man habe gehofft, die Angelegenheit im Stillen mit der SPD klären zu können, bevor sie öffentlich wird. Alternativ seien auch eine Erhöhung der Rentenbeiträge oder Kürzungen bei den Zulagen in Betracht gezogen worden, statt komplett auf die Gehaltserhöhung zu verzichten.

Gebhards früherer Appell, auf die Erhöhung zu verzichten, hatte bereits Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Wahrnehmung aufgezeigt. Angesichts steigender Spritpreise und finanzieller Engpässe vieler Haushalte argumentieren einige Abgeordnete, dass eine Gehaltserhöhung jetzt das falsche Signal senden würde.

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Der SPD-Vorstoß setzt die CDU/CSU unter Zugzwang. Eine Entscheidung, ob auf die Erhöhung verzichtet wird, soll nach internen Beratungen fallen. Das Ergebnis könnte auch Auswirkungen darauf haben, wie die Abgeordnetendiäten in den kommenden Jahren angepasst werden.

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