28 April 2026, 04:19

Volleyball-Finale: Lüneburgs historischer Angriff auf Berlins Titel-Dynastie

Eine Gruppe von Männern in blauen 'Ligue 1'-T-Shirts feiert auf einem Volleyballfeld.

Volleyball-Finale: Lüneburgs historischer Angriff auf Berlins Titel-Dynastie

Das Finale der deutschen Volleyball-Meisterschaft der Männer verspricht ein hart umkämpftes Kräftemessen zu werden. Die SVG Lüneburg will die jahrzehntelange Vorherrschaft von Berlin und Friedrichshafen brechen – die beiden Clubs teilen sich den Titel seit 1997 unter sich. Die Hauptstadt-Mannschaft hingegen kämpft um den zehnten Meistertitel in Folge und damit um die Rettung einer durchwachsenen Saison.

Lüneburg geht mit starkem Rückenwind ins Finale. Die Mannschaft besiegte Friedrichshafen im Pokalendspiel und beendete die Hauptrunde erstmals in der Vereinsgeschichte als Tabellenführer. Unter Trainer Stefan Hübner, der das Team seit über einem Jahrzehnt prägt, hat sich der Club zu einer internationalen Größe entwickelt. Hübner lehnte kürzlich Angebote anderer Vereine und der Nationalmannschaft ab und verlängerte seine Verbundenheit mit Lüneburg bis 2030.

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Doch Berlin bleibt ein gefürchteter Gegner. Trotz einer wackeligen Saison führt die Mannschaft die direkte Bilanz gegen Lüneburg an. Seit dem Abgang von Alexandre Leal am 27. April hat Markus Steuerwald die Mannschaft als Cheftrainer übernommen – eigentlich sollte er in der nächsten Saison zu den Grizzlys Giesen wechseln. Doch der Interimstrainer hat das Vertrauen von Berlins Geschäftsführer Kaweh Niroomand gewonnen, der das Finale als ein "50 zu 50"-Duell bezeichnet.

Beide Teams rechnen mit einem engen Spiel. Berlins Kapitän Ruben Schott sprach von einem möglichen "neuen Klassiker" des deutschen Volleyballs. Während Lüneburg den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte anstrebt, will Berlin seine ungebrochene Titelserie fortsetzen.

Das Finale wird entscheiden, ob Lüneburg die 27-jährige Dominanz von Berlin und Friedrichshafen durchbricht. Ein Sieg der Hauptstädter würde den zehnten Titel in Folge bedeuten und eine späte Saisonwende besiegeln. Für Lüneburg wäre der Triumph die Krönung eines historischen Aufstiegs unter Hübners langjähriger Führung.

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