Wie ein Schulprogramm nach Sandy Hook Tausende Leben rettet
Ein Schulprogramm zur Verbesserung der Sicherheit, das nach der Tragödie von Sandy Hook ins Leben gerufen wurde, erreicht mittlerweile Schüler in allen 50 Bundesstaaten der USA. Die Initiative Say Something ("Sag was") schult junge Menschen darin, Warnsignale zu erkennen und Bedenken anonym zu melden. Seit dem Start im Jahr 2014 gingen fast 395.000 Hinweise von Schülern ein, die sich um ihre Mitschüler sorgen.
Das Programm entstand, nachdem Nicole Hockley ihren sechsjährigen Sohn Dylan beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School 2012 verloren hatte. Anfang 2013 gründete sie mit anderen die gemeinnützige Organisation Sandy Hook Promise, die sich der Prävention von Schulgewalt widmet. Ein Jahr später wurde das Say Something-Programm entwickelt, um Schüler darin zu schulen, Risiken wie Drohungen in sozialen Medien, plötzliche Verhaltensänderungen oder eine Besessenheit von Waffen zu erkennen.
Die Schüler werden ermutigt, ihre Sorgen über ein anonymes Meldesystem mitzuteilen, das rund um die Uhr von geschulten Krisenberatern betreut wird. Ernsthafte Fälle werden umgehend an Polizei und Schulbehörden weitergeleitet. Die häufigsten Meldungen betreffen Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung und Selbstverletzung.
Ein solcher Hinweis führte 2021 zur Festnahme von Trinity Shockley, einer Schülerin aus Indiana, die mit einem Schulamoklauf gedroht hatte. Die Reichweite des Programms wächst stetig – landesweit wurden bereits Tausende Schüler in Präsenzveranstaltungen geschult.
Das Say Something-Programm expandiert weiter und bietet Schulen eine Möglichkeit, frühzeitig auf Warnsignale zu reagieren. Mit fast 400.000 bearbeiteten Hinweisen stellt es eine direkte Anlaufstelle für Schüler dar, um Schaden zu verhindern. Das System bleibt ein zentrales Instrument im Kampf gegen Gewalt an Schulen.






