Wintersturm Elli legt die Deutsche Bahn lahm – was lief schief im Krisenmanagement?

Wintersturm Elli legt die Deutsche Bahn lahm – was lief schief im Krisenmanagement?
Die Deutsche Bahn überprüft ihre Reaktion auf den schweren Wintersturm, der den Zugverkehr in ganz Deutschland lahmlegte. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens verteidigte das Krisenmanagement, während Bundesbeamte die betrieblichen Herausforderungen durch das Extremwetter einräumten.
Tausende Mitarbeiter arbeiteten rund um die Uhr, um Schnee zu räumen und Strecken wieder freizugeben – doch immer wieder blockierten neue Schneeverwehungen die Gleise. Viele Fahrgäste mussten mit langen Verspätungen kämpfen, da nicht alle ihre Reisen rechtzeitig stornieren konnten.
Der unter dem Namen Elli bekannte Sturm brachte im Januar 2026 heftige Schneefälle, die Teile des Schienennetzes zum Erliegen brachten. Bahn-Chefin Evelyn Palla beschrieb die Lage als höchst dynamisch: Sobald Teams die Strecken geräumt hatten, bildeten sich erneut Schneeverwehungen. Trotz aller Bemühungen blieben einige Abschnitte über längere Zeit unpassierbar.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erkannte die Schwierigkeiten an und betonte, dass Extremwetter einen normalen Betrieb unmöglich mache. Solche Bedingungen stellten selbst die bestvorbereiteten Systeme auf die Probe, so der Minister. Palla hingegen unterstrich, dass während der Krise die Sicherheit der Fahrgäste Vorrang vor der Einhaltung des Fahrplans gehabt habe.
Um die Folgen abzumildern, führte die Deutsche Bahn eine bundesweite Kulanzregelung ein: Reisende konnten ihre Fahrten kostenlos umbuchen oder verschieben. Dennoch konnten nicht alle ihre Pläne anpassen – einige saßen auf langwierigen, verspäteten Fahrten fest.
Das Unternehmen kündigte nun eine umfassende Auswertung der Krisenbewältigung an. Dabei soll untersucht werden, welche Koordinationsmaßnahmen erfolgreich waren und wo Verbesserungsbedarf besteht. Sofortige Änderungen im Abstimmungssystem zwischen Zugverbindungen und Bahnhöfen wurden jedoch nicht angekündigt.
Im Fokus der Analyse steht die Stärkung des künftigen Krisenmanagements. Der Sturm deckte Schwachstellen auf – insbesondere bei wiederkehrenden Schneeverwehungen und der Kommunikation mit den Fahrgästen. Die Erkenntnisse könnten zu Anpassungen führen, wie der Bahnkonzern künftig mit extremen Winterbedingungen umgeht.

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