19 June 2026, 18:11

Wolfenbüttel baut trotz Haushaltsloch Radschnellstraße nach Braunschweig

Schnellstraße für Radfahrer trotz Finanzkrise? Wolfenbüttel trifft Entscheidung

Wolfenbüttel baut trotz Haushaltsloch Radschnellstraße nach Braunschweig

Wolfenbüttel treibt Pläne für eine neue Fahrradschnellstraße nach Braunschweig voran

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz eines aktuellen Haushaltsdefizits von 19 Millionen Euro setzt Wolfenbüttel das Vorhaben für eine neue Fahrradschnellverbindung in Richtung Braunschweig um. Über die Notwendigkeit und die Kosten des Projekts sind die Stadtratsfraktionen jedoch weiterhin uneins.

Die geplante Radschnellstraße soll voraussichtlich 1,365 Millionen Euro kosten. Erhobene Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass zwischen Wolfenbüttel und Braunschweig an Wochentagen durchschnittlich 367 Fahrradfahrten stattfinden. In den Sommermonaten steigt diese Zahl auf etwa 482 an.

Die Stadtverwaltung prognostiziert, dass die Strecke langfristig bis zu 2.000 tägliche Nutzer verzeichnen könnte. Befürworter argumentieren, dass das Projekt die Gleichberechtigung von Radfahrern fördere. Die SPD-Fraktion unterstützt die Pläne aus diesem Grund, während die Grünen die Radschnellstraße als unverzichtbar für eine moderne Verkehrspolitik bezeichnen.

Kritik kommt von anderen Fraktionen: Die AfD plädiert dafür, die Mittel stattdessen in die Sanierung innerstädtischer Radwege zu stecken. Die FDP hinterfragt die Notwendigkeit der Strecke und verweist auf die vergleichsweise geringe prognostizierte Auslastung.

Trotz der finanziellen Bedenken hat der Stadtrat beschlossen, das Projekt wie geplant umzusetzen. Die Debatte über Nutzen und Priorität der Fahrradschnellstraße wird unter den lokalen Politikern jedoch voraussichtlich weitergehen.

Quelle