27 April 2026, 14:22

Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer findet tote und verletzte Schafe auf Weide

Eine bewaldete Landschaft mit einer Herde Schafe im Vordergrund, umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text unten.

Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer findet tote und verletzte Schafe auf Weide

Schäfer in Urnshausen entdeckt tote und schwer verletzte Schafe – Wolfsangriff vermutet

Ein Schäfer in Urnshausen (Thüringen) fand am frühen Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei schwer verletzte Tiere auf seiner Weide. Die Familie Specht, die seit Jahren die Herde hütet, vermutet, dass Wölfe für den Angriff verantwortlich sind.

Egon Specht, ein erfahrener Schäfermeister, entdeckte die Tiere in einem erschütternden Zustand: Sechs Schafe wiesen tödliche Bisswunden auf, sechs weitere waren so schwer verletzt, dass sie dringend tierärztlich versorgt werden mussten. Die Familie meldete den Vorfall umgehend an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer an das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Die Behörde entnahm Proben, um zu klären, ob Wölfe beteiligt waren.

Die Spechts gehen von einem Angriff mehrerer Wölfe aus – die Dimension der Schäden spreche dafür. Jedes verlorene Schaf stehe für Jahre der Zucht und finanzielle Investitionen; die Familie trägt nun eine schwere Last. Doch über den unmittelbaren Verlust hinaus betonten die Schäfer ihre wichtige Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön durch die traditionelle Schafhaltung.

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Der Vorfall hat bei Thüringer Nutztierhaltern die Forderung nach klareren rechtlichen Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen" neu entfacht. Viele fürchten, dass ähnliche Angriffe ohne besseren Schutz ihre Existenz bedrohen könnten.

Die Familie Specht steht nun vor emotionalen und finanziellen Belastungen. Die Behörden werten derzeit die Beweise aus, um zu bestätigen, ob tatsächlich Wölfe die Täter waren. Sollte sich der Verdacht erhärten, könnte der Fall den Druck auf die Politik erhöhen, die wachsenden Bedenken zur Wolfsregulierung in der Region anzugehen.

Quelle