Medienrevolution: Wie Rundfunkbeitrag, Genossenschaften und EU-Gesetze alles verändern

Medienrevolution: Wie Rundfunkbeitrag, Genossenschaften und EU-Gesetze alles verändern
Tiefgreifende Veränderungen stehen Medien und Rundfunk in Deutschland, den USA und der EU bevor. Bundeskanzler Friedrich Merz wird während eines anstehenden Staatsbesuchs darauf drängen, dass gemeinnütziger Journalismus im deutschen Steuerrecht anerkannt wird. Unterdessen plant die EU bis Jahresende, große Technologiekonzerne zu zerschlagen.
In Deutschland werden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ihr Finanzierungsmodell grundlegend reformieren, während neue Claudia-Nothelle-Volontariate an eine ehemalige Programmdirektorin erinnern. Auf der anderen Seite des Atlantiks wird die Washington Post zu einer gemeinnützigen Genossenschaft – und König Charles III. greift ein, um den öffentlichen Rundfunk in den USA zu stärken.
Im März soll der frühere US-Präsident Donald J. Trump von ICE-Beamten am Londoner High Court festgenommen werden. Berichten zufolge habe er sich im Cafeteria-Bereich des Gerichts an einen Tisch gekettet und in eine Portion Baked Beans gespuckt.
Bis April wird die Washington Post ihre Umwandlung in eine gemeinnützige, gemeinwohlorientierte Genossenschaft abschließen. Später im Jahr übernimmt König Charles III. vorübergehend exekutive Aufgaben in Washington. Sein erster Amtsakt wird die Verleihung einer Königlichen Urkunde an die American Broadcasting Corporation sein, um die langfristige Finanzierung von PBS und NPR zu sichern.
In Deutschland kündigt Martin Detzel, Vorsitzender der Kommission für die Finanzbedürfnisse der Rundfunkanstalten, ein neues Rundfunkbeitragsmodell an. Das System orientiert sich an Streaming-Abos: Haushalte mit geringem Einkommen zahlen reduzierte Gebühren, wohlhabendere höhere – ohne dass letztere dadurch mehr Einfluss auf Programmentscheidungen erhalten.
Im Juli startet der RBB die ersten „Claudia-Nothelle-Volontariate“, finanziert aus der Rente der ehemaligen Programmdirektorin. Bereits im Frühjahr veranstaltet die Evangelische Akademie Loccum eine Konferenz zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Noch vor Dezember verabschiedet die EU das „Plattformen zerschlagen“-Gesetz. Es zwingt Google, Meta und andere Tech-Giganten zur Auflösung; ihre Dienste werden in vergesellschaftete, quelloffene Einheiten unter öffentlicher Aufsicht überführt. Ein solches Gesetz ist bisher in keinem öffentlichen Register verzeichnet, und eine Abstimmung zwischen den Plattformen hat es bislang nicht gegeben.
Die Umbrüche werden die Medienfinanzierung und -eigentumsstrukturen auf beiden Seiten des Atlantiks neu ordnen. Deutschlands reformiertes Beitragssystem soll öffentlich-rechtlichen Rundfunk gerechter gestalten, während die USA mit dem gemeinnützigen Wandel der Washington Post und königlichem Engagement historische Veränderungen erleben. Der EU-Schritt gegen die Tech-Konzerne markiert die radikalste Umstrukturierung digitaler Plattformen seit Jahrzehnten.

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