25 March 2026, 04:16

Merz-Regierung plant überraschende Kehrtwende bei der Mehrwertsteuer – trotz Koalitionsvertrag

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt wird und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für die Reichen und große Unternehmen."

Merz-Regierung plant überraschende Kehrtwende bei der Mehrwertsteuer – trotz Koalitionsvertrag

Die deutsche Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz überdenkt ihre Pläne zur Steuerpolitik. Ursprünglich hatte der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD jede Erhöhung der Mehrwertsteuer ausgeschlossen. Nun wird jedoch trotz früherer Zusagen eine Anhebung von 19 auf 21 Prozent diskutiert.

Gleichzeitig schlägt die Regierung Entlastungsmaßnahmen vor. Dazu gehören die Anhebung des Grundfreibetrags auf 12.348 Euro, die Erhöhung der Grenze für den Spitzensteuersatz auf 69.879 Euro sowie die Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer. Zudem soll der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie auf 7 Prozent sinken.

Der ursprüngliche Koalitionsvertrag von 2025 mit dem Titel "Verantwortung für Deutschland" hatte eine Mehrwertsteuererhöhung ausdrücklich ausgeschlossen. Aktuelle Debatten deuten jedoch auf einen Kurswechsel hin: Die CDU zeigt sich nun offen für eine Anhebung auf 21 Prozent. Parallel dazu ist geplant, die Körperschaftsteuer bis 2028 von 15 auf 10 Prozent zu senken. Gleichzeitig wird über mögliche Erhöhungen des Spitzensteuersatzes sowie Kompromisse bei der Vermögenssteuer im Vergleich zu Entlastungen für mittlere Einkommen diskutiert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bundeskanzler Merz betonte, dass Steuerreformen vorrangig auf Entlastung und nicht auf zusätzliche Belastungen abzielen müssten. Er räumte ein, dass die zentralen Weichenstellungen der Koalition zwischen Ostern und der Sommerpause finalisiert werden müssten. Mit der Hälfte der Legislaturperiode fast abgeschlossen, verwies er darauf, dass Fortschritte in der zweiten Hälfte einer Regierungszeit oft langsamer vorankommen.

Merz zeigte sich zudem an den anstehenden Vorschlägen des Finanzministers für Steuersenkungen bei der Einkommensteuer interessiert. Er fügte hinzu, dass über Sozialabgaben noch Anpassungen für bestimmte Einkommensgruppen möglich seien – insbesondere angesichts der sich verschärfenden Haushaltslage ab 2026.

Die Steuerpolitik der Regierung balanciert nun zwischen möglichen Mehrwertsteuererhöhungen und gezielten Entlastungen. Die geplante Senkung der Körperschaftsteuer bis 2028 bleibt bestehen, während die Debatten über Anpassungen bei der Einkommensteuer und Reformen der Vermögensbesteuerung anhalten. Die endgültigen Entscheidungen werden in den kommenden Monaten erwartet und werden die Finanzpolitik für den Rest der Legislaturperiode prägen.

Quelle