23 April 2026, 00:20

Niedersachsens Ministerpräsident fordert Bau chinesischer Autos in deutschen VW-Werken

Zwei Autos nebeneinander in einer überdachten Garage mit einer Wand und einer Deckenbeleuchtung im Hintergrund, begleitet von einem Schild auf Chinesisch auf der rechten Seite.

Niedersachsens Ministerpräsident fordert Bau chinesischer Autos in deutschen VW-Werken

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat eine Prüfung angeregt, ob chinesische Autos in den deutschen Werken von Volkswagen gebaut werden könnten. Dieser Vorstoß folgt auf einen kürzlichen China-Besuch, bei dem er sich über die Aktivitäten des Autokonzerns und neue Mobilitätsprojekte informierte. Lies forderte zudem eine überarbeitete nationale Strategie, um die Zusammenarbeit mit Chinas wachsender Automobilbranche zu intensivieren.

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Während seiner Reise besuchte Lies das weitverzweigte Produktionsnetz von Volkswagen mit über 30 Standorten in China. Dabei stellte er fest, dass viele neue Modelle speziell für den chinesischen Markt entwickelt werden – oft in Kooperation mit lokalen Partnern.

Zurück in Deutschland betonte Lies die Bedeutung des Arbeitsplatzschutzes in den heimischen VW-Werken. Er argumentierte, dass die volle Auslastung der Produktionskapazitäten gesichert werden müsse, um die Zukunft der Belegschaft und des Zulieferernetzwerks zu gewährleisten. Gleichzeitig räumte er ein, dass chinesische Hersteller zunehmend aggressiver auf den europäischen Markt drängten.

Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen und übt damit erheblichen Einfluss auf strategische Entscheidungen des Konzerns aus. Lies nutzte diese Position, um eine offene Debatte über neue Chancen für die deutschen Standorte anzustoßen. Statt die Branche vor Wettbewerb abschotten zu wollen, plädierte er für Kooperation und verwies darauf, dass Deutschland von Chinas wirtschaftlichem Aufschwung profitieren könne.

Lies' Vorschlag zielt darauf ab, Arbeitsplatzsicherheit mit einer engeren Verzahnung der deutschen und chinesischen VW-Standorte in Einklang zu bringen. Seine Forderung nach einer neuen China-Strategie soll Deutschland als Partner statt als Konkurrent positionieren. Die Ergebnisse dieser Diskussion könnten künftige Produktionsentscheidungen bei einem der größten europäischen Automobilhersteller prägen.

Quelle