30 April 2026, 08:18

Operette überholt Musical: Rekordbeteiligung beim internationalen Nachwuchswettbewerb

Plakat für das Moskauer Theaterfestival 1935 mit einer Person vor einem Vorhang

Operette überholt Musical: Rekordbeteiligung beim internationalen Nachwuchswettbewerb

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller endet mit Rekordbeteiligung und überraschendem Trendwechsel

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Der 10. Internationale Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller ging mit einer Rekordzahl an Bewerbungen und einer überraschenden Verschiebung der Trends zu Ende. Zum ersten Mal seit Jahren überflügelte die Operette das Musical an Teilnehmerzahlen – ein Umstand, der von der Jury ausdrücklich gelobt wurde. Zudem wurden in diesem Jahr ungewöhnlich viele Preise vergeben, allerdings ohne die Verleihung eines Grand Prix.

Über 100 Bewerbungen gingen zum Jubiläumswettbewerb ein, wobei die Teilnehmer aus verschiedenen russischen Städten sowie aus Minsk und Taschkent anreisten. Damit erreichte die Veranstaltung die breiteste geografische Streuung in ihrer 20-jährigen Geschichte. Besonders hervor taten sich Studierende von Musikakademien, die zwar klassisch ausgebildet sind, sich aber in den leichteren Genres Operette und Musical glänzend behaupteten.

Die Operette lag mit 56 Beiträgen knapp vor den Musicals, die 50 Einsendungen verzeichneten. Damit kehrte sich der bisherige Trend um, bei dem Musicals in den vergangenen Jahren stets mehr Teilnehmer angezogen hatten. Jurymitglied Georgi Isaakjan hob die Operetten-Darbietungen besonders hervor und bezeichnete sie als "wahre Offenbarungen". Er deutete an, dass das Genre weiter an Bedeutung gewinnen könnte.

Der Wettbewerb vergab eine Vielzahl von Preisen, darunter Sonderauszeichnungen des Russischen Theaterarbeiterverbandes, des Verbandes der Musiktheater sowie den Publikumspreis. Neu in diesem Jahr waren der Preis für das "Erfolgreichste Debüt" und eine besondere Würdigung durch Ljudmila Lokajtschuk-Henneberger. Ein Grand Prix wurde jedoch nicht verliehen – ein seltener Fall, da die höchste Auszeichnung bisher nur einmal, im Jahr 2006, vergeben wurde.

Gleichzeitig wurden legendäre Persönlichkeiten des russischen Theaters geehrt, darunter der Volksartist Russlands und Regisseur Kirill Streschnew sowie das berühmte Duo der Volksartisten Rimma Antonowa und Eduard Scherder.

Der Wettbewerb endete mit einem Erstarken der Operette und einer vielfältigen Preisträgerschar. Das Fehlen eines Grand Prix trübte den Erfolg der Veranstaltung nicht, da neue Auszeichnungen und die internationale Beteiligung ihren Horizont erweiterten. Nun blicken Organisatoren und Jury gespannt darauf, wie sich diese Trends auf künftige Ausgaben auswirken könnten.

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