23 April 2026, 14:32

Salzgitter startet Bau der ersten flexiblen Wasserstoff-Stahlanlage μDRAL

Ein großes wasserstoffbetriebenes Strahlturbinen-Triebwerk auf einem Zug, mit einer Person daneben, vor Bergen und einem klaren blauen Himmel.

Salzgitter startet Bau der ersten flexiblen Wasserstoff-Stahlanlage μDRAL

Salzgitter AG beginnt Bau einer Demonstrationsanlage für klimafreundlichere Stahlproduktion

Die Salzgitter AG hat mit dem Bau einer neuen Demonstrationsanlage zur Herstellung von direktreduziertem Eisen (DRI) begonnen. Die unter dem Namen μDRAL geführte Anlage soll durch den Einsatz einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff die CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion deutlich senken. Der Baubeginn markiert einen wichtigen Meilenstein in der langfristigen Strategie des Unternehmens, auf umweltfreundlichere Produktionsverfahren umzustellen.

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Die Anlage ist für einen flexiblen Betrieb ausgelegt und kann wahlweise mit Erdgas, Wasserstoff oder einer Kombination beider Energieträger betrieben werden. Ihre Produktionskapazität wird bei 2.500 Kilogramm pro Tag liegen.Initially soll das erzeugte DRI in Hochöfen und Lichtbogenöfen pulverisierte Einblaskohle ersetzen.

Das Projekt ist Teil der SALCOS-Initiative der Salzgitter AG, die bis 2050 einen vollständigen Umstieg der Stahlproduktion auf wasserstoffbasierte Verfahren anstrebt. Bei Erfolg könnte dieser Wandel die CO₂-Emissionen der Stahlherstellung um bis zu 95 Prozent reduzieren. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für die erste Jahreshälfte 2022 geplant.

Der italienische Anlagenbauspezialist Tenova liefert die notwendige Technologie und unterstützt das Vorhaben. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit 40 Prozent der Kosten, während die Salzgitter Gruppe selbst 13,6 Millionen Euro in den Bau investiert.

Die μDRAL-Anlage ist die erste flexible Direktreduktionsanlage, die zwischen Erdgas und Wasserstoff umschalten kann. Ihr Betrieb soll die Machbarkeit einer CO₂-armen Stahlproduktion im industriellen Maßstab erproben. Die gewonnenen Erkenntnisse werden die zukünftigen Produktionsmethoden und die Umweltbilanz der Salzgitter AG maßgeblich prägen.

Quelle