SPD-Führungskrise: Pistorius soll Vizekanzler werden – Rehlinger als neue Chefin
Admin UserSPD-Führungskrise: Pistorius soll Vizekanzler werden – Rehlinger als neue Chefin
SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf hat eine Umbesetzung in der Parteiführung gefordert. Sie schlägt vor, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius Lars Klingbeil als Vizekanzler ablösen soll. Gleichzeitig spricht sie sich dafür aus, dass die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die SPD allein führen sollte.
Die Vorschläge kommen zu einer Zeit, in der die Partei in Umfragen an Unterstützung verliert – während Figuren wie Pistorius als deutlich beliebter gelten als viele Parteikollegen.
Schröder-Köpf ist überzeugt, dass Pistorius eine prominentere Rolle übernehmen sollte. Umfragen seit 2023, darunter auch solche des Instituts INSA, stufen ihn als beliebtesten Politiker Deutschlands ein. Seine Zustimmungswerte stehen damit in krassem Gegensatz zu den aktuellen Problemen der SPD, die in jüngsten Erhebungen bei etwa 15 Prozent liegt – weit hinter der AfD (26 Prozent) und der CDU (25,5 Prozent).
Auch Rehlinger sieht sie als starke Kandidatin für den Parteivorsitz. Die Erfolgserfahrung der Ministerpräsidentin im Saarland und ihre Distanz zur Bundespolitik sprächen für sie, so Schröder-Köpf. Der ehemalige SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz pflichtet ihr bei und argumentiert, dass der Parteivorsitz von ministeriellen Ämtern getrennt bleiben solle.
Lewentz betonte zudem, dass die SPD ihre Sichtbarkeit verbessern müsse. Er forderte eine stärkere Konzentration auf Kernthemen, insbesondere die soziale Gerechtigkeit, um das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. Schröder-Köpf möchte zudem, dass die amtierenden Ministerpräsidenten Manuela Schwesig und Olaf Lies weiterhin einflussreiche Positionen in der Partei behalten.
Die Forderungen nach einer stärkeren Rolle für Pistorius und Rehlinger sind Teil eines breiteren Vorhabens, die SPD-Führung neu aufzustellen. Angesichts der schwachen Umfragewerte soll die Partei so gestärkt werden. Die endgültigen Entscheidungen hängen von internen Diskussionen und Abstimmungen ab.






