Städte könnten Terrassengebühren streichen – und Gastronomie entlasten
Admin UserStädte könnten Terrassengebühren streichen – und Gastronomie entlasten
Gastronomie im Freien könnte für Restaurants günstiger werden, wenn Städte Terrassengebühren streichen würden. Eine neue Analyse zeigt, dass der Verzicht auf diese Abgaben kaum Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte hätte. Viele Gemeinden erheben bereits jetzt nur geringe Gebühren – oder gar keine –, um lokale Betriebe zu unterstützen.
Aktuell variieren die Kosten für Außengastronomie in deutschen Städten stark. Wernigerode verlangt die höchsten Gebühren: Betreiber zahlen hier 1.163 Euro für eine Standard-Außenfläche. Zudem müssen Gaststätten am zentralen Marktplatz einen Aufschlag entrichten. Die Stadt hatte ihre Sätze 2023 nach einer Anpassung der Sondernutzungsverordnung erhöht.
Andere Kommunen gehen anders vor: Lutherstadt Wittenberg und Halle (Saale) berechnen 750 bzw. 700 Euro, während Schönebeck und Zeitz mit 52 bzw. 56 Euro die niedrigsten Sätze haben. Auch Dessau-Roßlau, Bernburg und Naumburg halten die Kosten unter 150 Euro.
Jede fünfte befragte Stadt hat die Terrassengebühren komplett abgeschafft. Dreizehn weitere, darunter Magdeburg, verlangen weniger als 251 Euro. Fachleute argumentieren, dass ein Wegfall der Gebühren die Außengastronomie fördern und die Innenstädte beleben würde. Die finanziellen Einbußen für die Kommunen wären minimal – in der Regel unter 0,05 Prozent ihrer Gesamteinnahmen.
Der Vorstoß, die Gebühren abzuschaffen, kommt zu einer Zeit, in der viele Städte nach Wegen suchen, um angeschlagene Restaurants zu unterstützen. Da einige Kommunen bereits kaum oder keine Abgaben erheben, könnte der Schritt mehr Außenbestuhlung anregen. Für die meisten Städte wäre der Einnahmeausfall im Vergleich zum Nutzen für die lokale Wirtschaft vernachlässigbar.






